A7-Vollsperrung in Hamburg: Das müssen Autofahrer wissen
Hamburg - Am kommenden Wochenende müssen sich Autofahrer auf der A7 erneut auf Staus einstellen. Aufgrund von Bauarbeiten wird die A7 in beiden Richtungen im Bereich des Elbtunnels voll gesperrt. Zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Heimfeld und Hamburg-Stellingen ist von Freitagabend, 22.00 Uhr, bis spätestens Montagmorgen, 5.00 Uhr, kein Durchkommen.
Der Verkehr wird großräumig umgeleitet. In Richtung Flensburg führt die Strecke vom Maschener Kreuz südlich von Hamburg über die A1 bis Bargteheide und von dort über die A21 und B205 zur A7-Anschlussstelle Neumünster-Süd. Autofahrern mit Fahrtziel südlich von Hamburg wird die Umleitung in umgekehrter Richtung empfohlen.
Innerstädtisch verläuft die Ausweichroute über die Neuen Elbbrücken. Die für Autos und kleinere Lastwagen zugelassene Freihafenelbbrücke bleibt jedoch nach einem Schiffsanprall Ende Oktober auf unbestimmte Zeit gesperrt. Östlich der Norderelbbrücke besteht erst in Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) mit der B404 wieder eine Möglichkeit, die Elbe zu überqueren.
HSV-Spiel am Samstag
Zwei Großveranstaltungen am Samstag könnten die Verkehrssituation zusätzlich verschärfen. Der HSV empfängt im Volksparkstadion Borussia Dortmund. In der Innenstadt ist zudem eine Demonstration geplant, zu der nach Polizeiangaben bis zu 20.000 Teilnehmer erwartet werden.
Norderelbbrücke muss saniert werden
Die A1-Umleitungsstrecke führt dabei über die stark beanspruchte Norderelbbrücke. Die mehr als 60 Jahre alte Brücke erhielt bei der jüngsten Bauwerksprüfung der Bundesanstalt für Straßenwesen die Zustandsnote 3,5 – das bedeutet „ungenügend“.
Eine dauerhafte Sperrung der maroden Norderelbbrücke hätte nach einer Studie im Auftrag des ADAC erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr rund um Hamburg. Rund 125.000 Fahrzeuge nutzen die Brücke täglich. Bei einer Sperrung würde ein Großteil des Verkehrs auf die ohnehin stark belastete A7 und in das Hamburger Stadtgebiet ausweichen, erklärte der Verkehrsclub.
Seit vergangenem März gelten Verkehrseinschränkungen, die das Bauwerk schonen sollen. Im August und September wurde die Brücke erneut untersucht. Die Ergebnisse stehen nach Angaben der Autobahn GmbH Nord noch aus. Das engmaschige Monitoring zeige jedoch, dass die Verlegung der Fahrspuren zur Mitte und weitere Maßnahmen Wirkung zeigten, sagte ein Sprecher.
Die Stahlkonstruktion muss mindestens bis 2029 halten – dann soll der erste Teil eines Neubaus fertiggestellt sein.
Staus, Umwege und zusätzliche Fahrtzeiten verursachen laut ADAC-Studie einen volkswirtschaftlichen Schaden von rund 334 Millionen Euro pro Jahr. Die Untersuchung wurde vom Ingenieurbüro PTV Transport Consult GmbH im Auftrag des ADAC erstellt.
© Boyens Medien - Texte und Fotos sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weitere Artikel