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Glück im Unglück

Zwischen Nordhastedt und Hemmingstedt: 19-Jähriger fährt in den Graben

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Zuvor wollte der junge Mann einem Reh ausweichen und kam infolge des Manövers von der Straße ab.
31.08.2025, 22:03 Uhr
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Der VW kam zwischen Nordhastedt und Hemmingstedt von der Fahrbahn ab. Foto: Dannenberg

Mit einem Schreck davongekommen ist am Sonntagabend, 31. August, ein 19-jähriger Autofahrer aus Dithmarschen. Gegen 20 Uhr war der junge Mann auf der Straße Westerdamm zwischen Nordhastedt und Hemmingstedt unterwegs, als ein Tier die Fahrbahn kreuzte. Der 19-Jährige wollte ausweichen, verlor dabei die Kontrolle über seinen VW Golf, kam von der Straße ab und landete im Wassergraben neben der Fahrbahn.

Fahrer blieb unverletzt – Rettungskräfte waren schnell vor Ort

Verletzt wurde der Fahrer nicht. Profitieren konnte er zudem von schneller Hilfe: Sein Wagen, erst wenige Monate alt, ist mit dem seit 2018 verpflichtenden Notrufsystem eCall ausgestattet. Das System registrierte den Unfall und setzte automatisch einen Notruf an die europaweit einheitliche Nummer 112 ab. Dabei übermittelte das Fahrzeug wichtige Daten, darunter den genauen Standort und den Grund für die Auslösung, an die Rettungsleitstelle. So wussten die Einsatzkräfte sofort, wo sie hinmussten – und trafen wenige Minuten später an der Unfallstelle ein.

Das automatische Notrufsystem gilt als Meilenstein der Verkehrssicherheit. Anders als bei kleineren Remplern, die keine Auslösung verursachen, wird es bei schweren Unfällen aktiv. Zudem können Fahrer oder Helfer den Notruf im Ernstfall auch manuell auslösen – etwa bei medizinischen Notfällen wie einer Herzattacke.

Freunde waren ebenfalls schnell am Unfallort

Doch nicht nur die Leitstelle wurde informiert: Auch Freunde des 19-Jährigen erhielten kurz nach dem Crash eine Alarmmeldung. Sie nutzen die App „Life360“, die ähnlich wie eCall eine Unfallerkennung bietet und Standorte von Mitgliedern in Echtzeit teilt. Über die Benachrichtigung machten sich die Freunde umgehend auf den Weg zur Unfallstelle und trafen fast zeitgleich mit den Einsatzkräften ein.

Während der Fahrer den VW über die Beifahrertür verlassen konnte, ist der Sachschaden am Wagen beträchtlich: Wasser aus dem Graben lief in das Fahrzeug. Es ist davon auszugehen, dass insbesondere die Elektronik erheblichen Schaden davongetragen hat. Ein Abschleppdienst hob den Wagen aus dem Graben und transportierte ihn ab. Für die Dauer der Bergungsarbeiten war der Westerdamm gesperrt.

Neben dem Rettungsdienst waren auch die Polizei und die Gemeindefeuerwehr Nordhastedt-Fiel an der Unfallstelle. Die Feuerwehr musste aber nicht weiter tätig werden und konnte schnell wieder einrücken, weil der Autofahrer sich nach der Kollision selbstständig aus dem Wagen befreien konnte.

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