Festival-Mitgründer Thomas Jensen zum Regen und Matsch
Doch trotzdem ist der starke Regen nicht von jedem gewünscht. „Das Wetter ist im wahrsten Sinne des Wortes scheiße gewesen“, sagt Wacken-Gründer Thomas Jensen.
Vor allem am Mittwoch prasselte es sehr heftig. „Es hat geregnet ohne Ende, über 40 Liter Wasser auf den Quadratmeter, in einer ohnehin schon regenreichen Zeit. Trotz des Regens und dem Matsch gebe es auf dem Gelände dennoch einige gute Stellen, so Jensen.
Damit die Besucher nicht völlig im Matsch versinken, arbeitet das Personal im Dauereinsatz. „Die Crew ist auf Hochtouren“, sagt Jensen. So werden unter anderem Hackschnitzel auf dem Gelände verteilt.
Wer mit seinem Auto auf dem Acker stecken bleibt, wird mit Traktoren auf festen Untergrund geschleppt. Außerdem zeigen sich viele Metalheads hilfsbereit beim Anschieben aus dem Matsch.
Hat das Wetter Auswirkungen auf die Stimmung? „Bei den Fans ist sie super und bei den Bands auch super. In der Crew sind alle motiviert, da gibt es auch noch ’ne gute Stimmung“, so Jensen. Dafür seien die Veranstalter sehr dankbar.
Beim WOA 2023 gab es ähnliche Wetterverhältnisse, vor allen an den Anreisetagen. Beinahe wäre das gesamte Festival regelrecht abgesoffen. Statt der geplanten 85.000 Besucher schafften es nur 61.000 auf das Gelände. In diesem Jahren waren zum Glück bereits die meisten Besucher auf dem Gelände, als die starken Schauer anfingen. Die Erfahrungen von vor zwei Jahren wurde bei der Planung des diesjährigen Festivals mit eingebracht. So seien mehr Wege befestigt worden, so Jensen.
Und was sind für den Wacken-Gründer Thomas Jensen die Highlights? „Es gibt nur Highlight“, so Jensen. Unter anderem sei das Metal Battle einer der Höhepunkte. Dort messen sich musikalische Newcomer aus der ganzen Welt. Auch der Auftritt der Band „Ozzyfied“ sei bei den Fans beliebt gewesen. Die Gruppe ist eine Tribute-Band, die Lieder vom kürzlich verstorbenen Ozzy Osbourne covert.
Jensen hat zudem ein persönliches Highlight: „Ich bin ein alter Punkrock-Fan.“ Deshalb freue er sich am meisten auf die Band „UK Subs“ mit dem Frontsänger Charlie Harper. 1994 trat die Gruppe das erste Mal auf Wacken auf. Seitdem sind sie mehrere Male wiedergekommen.
Thomas Jensen gründete gemeinsam mit Holger Hübner das Wacken Open Air. 1990 war die erste Auflage des Festivals. Beim ersten Mal kamen 800 Besucher nach Wacken.
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