Wort zum Sonntag

Würze, die verändert

Ich brauche nicht lange zu suchen: Nahezu jeden Tag stoße ich auf Nachrichten, die ein wenig erfreuliches und teils auch wenig hoffnungsvolles Bild unserer Welt widerspiegeln: Kriege, Hunger, Umweltzerstörung. Da wird gelogen und betrogen. Da geht es um Geld und Macht, um Geschäfte und Einfluss – koste es, was es wolle. Manchmal möchte man da nur noch überfordert und entmutigt den Kopf in den Sand stecken. 

Von Mahatma Gandhi stammt der Satz: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ Er meinte damit gleiches wie Jesus, der sagte: „Ihr seid das Salz der Erde!“ Es braucht mein und dein Handeln, Denken und Sprechen, deine und meine Würze, die wir einbringen in diese Welt.

„Da kann man nichts machen“, ist zwar eine weit verbreitete Meinung. Aber wenn sich Salzkorn mit Salzkorn verbindet, wird es zur Würze, und vielleicht – wenn viele sich zusammentun – versalzt es so manchem die Suppe, der mit der Teilnahmslosigkeit der Menschen gerechnet hat.

Pastorin Esther Reininghaus-Cremers, Meldorf