Wort zum Sonntag

Regenbogenland

Es war am ersten Tag dieses neuen Jahres, als der Himmel über Dithmarschen so einiges zu bieten hatte: Sonnenschein und blauer Himmel, aber ebenso dunkle Regenwolken, die der Sturm über´s Land fegte. Sollte das sinnbildlich sein für die kommenden Tage des neuen Jahres? Ja, ich hatte den Eindruck, der Himmel erzählt vom Leben selbst mit all seinen hellen und dunklen Seiten, seinen ungemütlichen, stürmischen Zeiten und den ruhigen, strahlenden Tagen. 

Und dann! Über alldem erschien plötzlich ein Regenbogen! Nein, nicht nur einer, gleich mehrere, immer wieder. Wie sehr passt der Monatsspruch für den Januar 2019 dazu: „Gott spricht: Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.“ (1. Mose 9,13) Der Regenbogen als Hoffnungszeichen. Er steht über uns und unserem Leben mit all seinen Auf und Abs, seinem Licht und Dunkel. Wer wir auch sind, wie es uns auch geht, Gott will uns nahekommen und nahe sein, im und durch seinen Segensbund. Möge uns so mancher Regenbogen in diesem Jahr, gerade an den stürmischen Tagen, daran erinnern und Hoffnung stärken. 

Esther Reininghaus-Cremers, Pastorin in Meldorf