Wort zum Sonntag

Einer hat’s gemacht

„Ich mach das!“ In einer Gruppe wurde länger gesprochen. Eine unangenehme Entscheidung ist nötig. Es geht nicht anders. Einer nickt und sagt: „Ich mach das!“ Dann geht er hin und sagt dem altgewordenen Vater, dass er nicht mehr Auto fahren kann; oder den Kindern, dass sie wegen des Jobs der Eltern auf eine andere Schule an einem anderen Ort müssen. Oder in der Firma übernimmt einer den Weihnachtsnotdienst.

„Ich mach das!“ Einer opfert sich. Einer macht sich unbeliebt und nimmt den Ärger auf sich. So verstehen wir Christinnen und Christen auch Jesus. Er berät sich im Gebet mit Gott und stimmt ein, den Ärger der Welt an Gott auf sich zu nehmen. Man macht ihn zum Opfer, weil er den Ärger Gottes über die Lieblosigkeit der Welt vertritt.

Einer hat´s gemacht. Einer hat die Welt und Gott in ihrem gegenseitigen Ärger übereinander wieder zusammengebracht. Einer hat den ganzen Ärger auf sich genommen.

Um der Liebe und Mitmenschlichkeit willen sind immer noch Opfer nötig. Oft sind sie unspektakulär: Zum Beispiel die Wahrheit sagen, oder Zeit für andere geben. Damit stehen wir an der Seite Jesu.

Jochen Hose, Pastor in Marne