Wort zum Sonntag

Hoffnung auf Besonnenheit

„Mach hoch die Tür, die Tor macht weit!“ Nein, dieses Jahr wohl eher nicht. Ich liebe dieses Lied, aber dieses Jahr kann und mag ich es nicht singen, die Worte bleiben mir im Hals stecken.

Türen müssen dieses Jahr geschlossen bleiben, sonst offene Arme werden verschränkt oder hinterm Rücken versteckt. Man wendet sich ab, wo man sich gerne zuwenden würde.

Nennen wir es, wie es ist: schöner Mist!

Trost können da die Worte des Propheten Sacharja spenden:

Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe,

dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer. Der Kriegsbogen soll zerbrochen werden und er wird Frieden bringen den Völkern!

DAS ist meine Sehnsucht und meine Hoffnung für diesen Advent: Frieden auf unseren Straßen. Und Vernunft. Und Umsicht. Und Besonnenheit...

Unsere Türen müssen oft verschlossen bleiben, unsere Herzen dürfen wir öffnen, dem, der da kommt und Frieden bringt. Der alleine Frieden bringen kann unseren aufgescheuchten Seelen: Jesus Christus.

Pastorin Almut Loepthien, Kirchengemeinde Lunden