Wort zum Sonntag

Januar

Es gibt Tage, an denen setzt nicht einmal unsere Hündin freiwillig eine Pfote vor die Tür. Dauerregen, Temperaturen knapp über 0°C und schneidender Wind – das sind solche Tage. Dann geht sie raus, wartet kurz, ob Herrchen es mit dem Spaziergang wirklich ernst meint, verrichtet alle nötigen Geschäfte im Vorgarten und läuft, so schnell sie kann, wieder zurück. Echte Dankbarkeit blitzt in ihren Augen auf, wenn sie merkt, dass der lange Spaziergang nun tatsächlich ausfällt und sie auf mehr oder weniger trockenen Pfoten wieder zurück ins warme Körbchen darf. 

Diese schützende Geborgenheit, die Tier und Mensch gleichermaßen genießen, ist seit jeher ein Bild für Gott: Wenn es in unserem Leben stürmt oder es auch mal frostig kalt zu werden scheint, hoffen wir auf ihn. Mit dem Psalmbeter können wir sprechen: „Lass mich wohnen in deinem Zelte ewiglich und Zuflucht haben unter deinen Fittichen.“ (Psalm 61,5) 

Bleiben Sie behütet auch an rauen Januartagen!

Pastor Tom Wolter, Kirchengemeinde St. Michaelisdonn