Wort zum Sonntag

Höchste Zeit

Nun bleiben noch genau 12 Tage und der Rest von heute, dann weihnachtet es. Sind wir wirklich schon bereit für das Fest der Feste? Ich meine: so innerlich? Oder stört da etwas. Höchste Zeit für eine andere Art der Vorbereitung, damit uns der Kern unseres Feierns nicht wieder davon flattert. Mit Blick aufs vergangene Jahr könnten wir einen Rückblick wagen. Ehrlichkeit ist gefragt, auch wenn es wehtut.

Was ist dir zu schwer geworden? Was ist deine verletzliche Stelle? Vielleicht hast du jemanden verloren. Vielleicht fühlst du dich nicht geliebt. Ein Traum ist zerplatzt. Vielleicht hast du ein schlechtes Gewissen. Oder du sorgst dich um deine Gesundheit.

Was wir da im Advent besinnen und an Weihnachten feiern, hat viel mit unseren wundesten Punkten zu tun, die wir am liebsten „weghaben“ wollen. Wie gut, dass auch Gott in prekären Verhältnissen steckt an Weihnachten. Er hat ein Herz für uns. „Nun hat sich euch verbündet, den Gott selbst ausersah.“ (Aus dem Lied: Die Nacht ist vorgedrungen)

von Pastorin Sandra Ruge-Tolksdorf

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