Wort zum Sonntag

MIR (мир)

Mit Konfirmandinnen und Konfirmanden waren wir am letzten Wochenende auf der Hallig Langeneß. Eine Fahrt über das Meer und die Welt war weit weg.

Der Himmel war blau und die Sonne schien.

Die einzigen Geräusche waren der Wind und die Stimmen der Vögel. Es war so friedlich.

Völlig absurd der Gedanke, dass anderswo Bomben auf Städte fallen. Warum tun Menschen das: Das Leid und den Tod von Menschen in Kauf nehmen aus Gründen der Machtbesessenheit? Warum gelingt es immer noch nicht, dass Menschen einfach friedlich miteinander leben? Im Russischen ist das Wort für Welt und das Wort für Frieden dasselbe: MIR. Das ist so ein schönes sprachliches Bild.

Der Krieg ist zum Weinen.

Was gibt Hoffnung? Wir hoffen, dass Gewalt niemals das letzte Wort hat. Das lernen wir bei Jesus Christus. Er weiß, wie sich das anfühlt, Willkür, Macht und Gewalt ausgeliefert zu sein. Und wir wissen, wie seine Geschichte ausging. Immer wieder neu hoffen wir, dass am Ende das Leben siegt.

Marlies Rattay, Pastorin in St. Annen und Schlichting

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