Heide

Feuerwehrzentrale des Kreises entsteht im Gewerbepark Westküste

Mit dem Ankauf von drei Grundstücken im Gewerbepark Westküste hat der Kreis die ersten Nägel mit Köpfen für den geplanten Neubau der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) gemacht. Der Standort sei nun fix, heißt es. Über Wochen haben sich die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern hingezogen.

Über Wochen haben sich die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern hingezogen. Am Freitag teilte der Kreis offiziell mit, dass drei von sechs Grundstücken im Besitz des Kreises sind. Der Standort des FTZ liegt damit an der B5 nordöstlich im Gewerbepark Westküste in Hemmingstedt (Hohenheide), in unmittelbarer Nähe zur Anschlussstelle Heide-Süd der A23. Gerade dies war bei der Flächensuche aus Sicht der Kreispolitik ein wichtiges Kriterium gewesen. Die „konkrete Flächenauswahl“ im nordöstlichen Areal sei in enger Abstimmung mit der Entwicklungsagentur Region Heide sowie den Verwaltungen des Amtes Heider Umland und der Stadt Heide erfolgt, so Kreis-Pressesprecher Björn Jörgensen.

In Frage kamen ursprünglich auch zwei weitere Flächen – eine nordwestlich der B5 im Gewerbepark sowie eine in Nordermeldorf. Letztere war allerdings bereits im vergangenen Sommer aus dem Rennen, weil die Landesplanung mit einem Neubau an dem Standort nicht mitgemacht hätte. 

Mit dem Kauf der ersten Grundstücke am endgültigen Standort hat der Kreis nun wichtige Fakten geschaffen. Die Kreistagsfraktionen hatten den nordöstlichen Teil von Anfang an favorisiert. Der Erwerb der restlichen drei Grundstücke muss mit der Stadt Heide und der Gemeinde Hemmingstedt geklärt werden, denn sie befinden sich in deren Besitz. Nach Angaben von Jörgensen habe der Kreis inzwischen offiziell sein Kaufersuchen erklärt. 

Landrat Stefan Mohrdieck bezeichnete den Verkaufsabschluss der Privatgrundstücke als einen „wichtigen Meilenstein“ auf dem Weg zum Neubau. „Ich freue mich, den ehrenamtlich und hauptamtlich Aktiven der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes und des Löschzug-Gefahrguts hiermit ein deutliches Signal geben zu können, dass die Planungen voranschreiten“, so Mohrdieck. Auch Kreiswehrführer Sönke Hanßen begrüßt den ersten Schritt. Man verfolge jetzt „gespannt und voller Zutrauen“ die weitere Entwicklung, sagte Hanßen. Der Neubau am Standort Hemmingstedt sei unverzichtbar, weil die alte Feuerwehrtechnische Zentrale nicht mehr den modernen Anforderungen entspricht.

Im Unterschied zum bisherigen Standort in St. Michaelisdonn werden in Hemmingstedt künftig auch die Katastrophenschutzeinheiten und der Löschzug-Gefahrgut untergebracht. Nach jetzigem Planungsstand wird der Neubau mehr als 20 Millionen Euro kosten. Knapp drei Millionen Euro sollen dieses Jahr in den Haushalt eingestellt werden. Die neue Zentrale soll Ende 2022 bezugsfertig sein. „Diesen Termin müssen wir unbedingt einhalten, das sind wir den Feuerwehren schuldig“, sagt die Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion, Veronika Kolb. Sie hatte seinerzeit mit Hochdruck das Thema in den politischen Gremien vorangebracht.