Wesselburen

Wesselburens Schülerzeitung gehört zu den besten im Land

Die Eider-Nordsee-Schule in Wesselburen hat ausgezeichnete Schüler: Die Redaktion der Schülerzeitung „studentstreet“. Sie ist eine der besten Schleswig-Holsteins.

Beim Schülerzeitungswettbewerb haben die Nachwuchsjournalisten den dritten Platz in der Kategorie „Gemeinschaftsschulen ohne Sekundarstufe II“ für die Aprilausgabe 2018 abgeräumt. Weil das Projekt Schülerzeitung ein Wahlpflichtunterricht (WPU) im Fach Medien mit bis zu 20 Schülern ist, wechselt die Zusammensetzung in jedem Schuljahr. „Früher gab es das Angebot ab der neunten Klasse, jetzt nur noch für die zehnte“, sagt Melvin Friedrichsen, der zur Autorentruppe gehört und einer der sechs „studentstreet“-Macher ist, die mit der Lehrerin Annika Rosenmeier zur Preisverleihung nach Kiel gefahren war.

Rosenmeier unterrichtet in Wesselburen Mathematik und Sport. Dass sie die Redaktion leitet, obwohl ein Deutsch- oder Geschichtslehrer naheliegender wäre, hat einen Grund: „Es macht mir Spaß.“ Und weil ihr das Ergebnis gefällt, hat sie einfach einmal eine Ausgabe eingeschickt. Veranstaltet haben den Wettbewerb die Jugendpresse Schleswig-Holstein, die Junge Presse Pinneberg und dass Landesbildungsministerium. Im Dezember ermittelte eine zehnköpfige Jury die Preisträger. „Die Gewinnerredaktionen überzeugten die Jury mit ihren Covern und ihrem Layout, packenden und gut recherchierten Artikeln sowie durch die Auswahl von Themen und Bildern“, teilt Wettbewerbssprecherin Dolunay Temur mit.

In der 60 Seiten umfassenden Aprilausgabe des vergangenen Jahres berichten die Nachwuchsjournalisten über die Einweihung des Schulneubaus, die Berufsmesse vor zwei Jahren und schulinterne Themen wie eine Skifahrt und die Vergabe der Halbjahreszeugnisse. Berichte über die Abschlussklassen und Interviews mit Lehrern runden den Lesestoff ab. Hinzu kommen die Fotografen. Julius Hagge, Shantia Groth und Leonie Wichmann haben die Fotos gemacht. Fotografieren ist ebenfalls wählbar, Französisch und Sommerbienen komplettieren das Auswahl-Quartett im Fach Medien.

Nach der Ausgabe ist vor der Ausgabe. Drei bis vier Monate arbeitet die „studentstreet“-Redaktion an der Ausgabe. Das nächste Heft soll noch vor den Osterferien erscheinen. Erster Ferientag ist der 4. April. Bis dahin sammeln die Jugendlichen Material. Um bei den Themen richtig zu liegen, befragen die Zehntklässler zu Beginn des Schuljahres ihre Mitschüler. „Wir haben an unserer Schule eine Umfragebox. Außerdem sind wir von Klasse zu Klasse gegangen“, erläutert Kevin Flor, einer von derzeit 14 „studentstreet“-Redakteuren.

Die jungen Blattmacher reizt an ihrem WPU-Fach: „Es macht Spaß, Informationen zu sammeln, über verschiedene Themen zu berichten und damit anderen Leuten einen Gefallen zu tun“, sagt Melvin Friedrichsen.

Neben der Freude ihrer Leserschaft hat sich die preiswürdige Arbeit an der „studentstreet“ – der Name ist übrigens das Ergebnis einer Schülerumfrage vor fünf Jahren – für die ausgezeichneten Jugendlichen zudem wegen der Preise gelohnt, unter anderem einen Ausflug in das Geomar in Kiel.