Nachbarn

300 Euro für Wildtierhilfe

Von Wencke Lehmacher 

Nordhastedt - In Zeiten von Corona ist das Sammeln von Spendengeldern für Zwecke, die nicht mit dem Virus in Zusammenhang stehen, besonders schwierig. Daher hatten Mitglieder der Bürgerinitiative für Naturschutz im Speicherkoog (BINS) die Idee, 100 Behelfsmasken für den guten Zweck zu nähen. 

Dabei kamen mehr als 300 Euro für die Wildtierhilfe Fiel und die BINS zusammen. Über soziale Netzwerke waren die Masken schnell verkauft. Wegen des guten Kontakts zur Wildtierhilfe war BINS-Mitgliedern bekannt, dass gerade im Frühjahr hohe Kosten auf die Einrichtung zukommen, weil viele verwaiste oder verletzte Jungtiere abgegeben werden. Auch im Speicherkoog gefundene päppelten Dirk und Rosi Fußbahn schon erfolgreich auf. Daher fiel es der BINS nicht schwer, die Masken auch zugunsten der Wildtierhilfe zu verkaufen, die zudem die Arbeit der BINS immer unterstützte. Dirk Fußbahn nahm das Geld dankbar entgegen.

Auch die BINS ist auf Spenden angewiesen. Die Pläne, im Speicherkoog unter anderem eine Ferienhaussiedlung zu errichten, möchte die BINS von einem auf Umwelt- und Naturschutzrecht spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen. „Nur so kann ein mögliches Klageverfahren eines Naturschutzverbands, mit dem die BINS in engem Kontakt steht, gegen die geplante Ferienhaussiedlung vorbereitet werden.“ Die BINS setzt sich zudem für die Durchsetzung des Naturschutzes im Speicherkoog ein, damit das sensible Gebiet auch in Zukunft das Zuhause seltener Tier- und Pflanzenarten bleibt. Weitere Informationen zu den Zielen der BINS und Möglichkeiten, sie, auch finanziell, zu unterstützen, finden Interessierte auf www.bi-speicherkoog.de.