Nachbarn

50 Jahre Brunsbüttel

Von Ute Hansen 

Brunsbüttel - Wie zum Einheitsbuddeln im vergangenen Jahr war Brunsbüttel auch 2020 dabei. Allerdings wollte man jetzt einen ganz besonderen Symbolcharakter mit der Baumpflanzung verbinden.

Vor 50 Jahren ebneten die Gemeinden aus dem Umland der Stadt Brunsbüttelkoog mit einer historischen Entscheidung den Weg für eine in Schleswig-Holstein unvergleichliche Entwicklung eines Gemeinwesens, die bis in die heutige Zeit nachwirkt. Das Kirchspiel mit den Gemeinden Brunsbüttel, Mühlenstraßen, Westerbelmhusen, Osterbelmhusen und Ostermoor sowie die Gemeinden aus dem damaligen Kirchspiel Eddelak-St.Michaelisdonn, Westerbüttel und Blangenmoor-Lehe, gaben ihre Eigenständigkeit und Gebietshoheit auf, um mit der Stadt Brunsbüttelkoog zu fusionieren und so eine kraftvolle und leistungsstarke Kommune zu bilden, die den Herausforderungen und auch den Plänen von Bund und Land, in der Region ein Industriezentrum anzusiedeln, gerecht werden konnte.

Um den Mut und die Weitsicht der damaligen Entscheidungsträger zu würdigen und den Gemeinden einen Platz der Erinnerung einzuräumen, wurde nun im östlichen Teil des Bürgerparks an der Eddelaker Straße, zwischen der Sprante und dem Angelteich, zu einer Baumpflanzaktion aufgerufen, an der sich zahlreiche Bürger und Institutionen mit Patenschaften für die die acht Gemeinden symbolisierenden Linden zu übernehmen und so ihre Verbundenheit mit dem vereinten Brunsbüttel auszudrücken. Die Aktion wurde durch städtische Mitarbeiter begleitet und war vorbildlich durch den Bauhof vorbereitet. Trotz stürmischer Witterung wurde die Aktion von einigen Bürgern, Baumpaten und Vertretern aus der Politik und den Ortsteilen tatkräftig unterstützt. Besonders können sich die Bürger auf das nächste Frühjahr freuen. Dann sollen die acht Linden durch ein wellenförmiges Band aus bunten Tulpen verbunden sein.