Nachbarn

Amrum erkundet

Von Hannelore Christiansen 

Eddelak - Nach Nordfriesland fuhren 17 Wanderer und fünf Radwanderer. Ziel war Amrum, die „Perle der Nordsee“. In Strucklahnungshörn auf Nordstrand begrüßte zweite Vorsitzende Erna Thomsen die Vereinsmitglieder, und dann ging es auf ein Ausflugsschiff. 

In einer Stunden und 40 Minuten führte die Fahrt an Pellworm und einigen Halligen vorbei nach Amrum. Im Schiff musste ein Schnutenpulli getragen werden, draußen nicht. In Wittdün trennte sich die Gruppe. Die Wanderer unternahmen unter der fachkundigen Leitung von Erna Thomsen eine gut zehn Kilometer lange Wanderung, während die Radwanderer auf eigene Faust die Insel erkundeten. Sie fuhren an der Westseite durch Waldgebiet und machten einen Abstecher zu Fuß in die Dünenlandschaft. Der Himmel war strahlendblau, allerdings war es sehr stürmisch.

Gegen 14 Uhr trafen sich alle in Nebel zum gemeinsamen Picknick, sahen sich die kleinen Straßen mit den schönen Friesenhäusern an und besuchten auch die Kirche und den Friedhof mit den interessanten alten Grabsteinen, teilweise mit ganzen Lebensläufen. Dann trennte sich die Gruppe wieder. Die Wanderer gingen an der östlichen Wattseite zurück nach Wittdün. Die Radwanderer radelten bis Norddorf. Auf dem Weg machten sie noch einen Abstecher zu Fuß über einen Bohlenweg in die Dünenlandschaft und bezwangen eine Aussichtsdüne, von der sie einen herrlichen Blick hatten. 

Zum Abschluss trafen sich alle in Wittdün und genossen Kaffee, Kuchen oder Eisbecher. Um 18 Uhr brachte das Schiff die Gruppe zurück. Auf dem Rückweg mit dem Auto gab es noch etwas Interessantes, für die Westküste Ungewöhnliches zu sehen. Bei Schobüll kommt man an einem kilometerlangen Gebiet ohne Seedeich vorbei. Gleich hinter dem Marschenvorland beginnt ein Geestrücken, der einen natürlichen Hochwasserschutz bildet. Außerdem liegt das Gebiet im Schatten der Halbinsel Nordstrand, die ebenfalls Schutz gewährt.