Nachbarn

Baustein der Ortskernsanierung

Von Karin Wiese

St. Michaelisdonn - Die Vorsitzende der CDU/Freie Wähler-Fraktion, Karin Wiese (CDU), sagte: „Hier wird Zukunft gemacht.“ Das Bauprojekt der Wohngenossenschaft „Grüne Insel“ sei einzigartig in Dithmarschen und finde bundesweit Beachtung.

Projektmitarbeiter Marco Böttger stellte den Fraktionsmitgliedern die Struktur der drei Gebäude mit jeweils 13 Wohnungen unterschiedlicher Größe vor. Mehr als 800 Personen aus ganz Deutschland suchten in den vergangenen zwei Jahren den Donn auf, um sich vor Ort über das Projekt am Helser Geestweg zu informieren. Von Vorteil war dabei, dass St. Michel einen Bahnhof mit Stundentakt Richtung Hamburg und Westerland hat. Viele blieben gleich ein paar Tage in Dithmarschen, so Böttger. Begeistert von der Weite der Landschaft und der Nähe zu Elbe, Kanal und Nordsee zeichneten einige sofort Anteile an der Genossenschaft. Rund 4500 Anfragen bearbeitete Böttger zusammen mit seinen Kollegen.

„Das Projekt ist insgesamt eine hervorragende Standortwerbung für die Westküste Schleswig-Holsteins“, sagte Bürgermeister Volker Nielsen, zugleich CDU-Landtagsabgeordneter. „Im Vordergrund steht die Gemeinschaft. Die künftigen Bewohner wollen sich im Alltag unterstützen und auch bei körperlichen Beeinträchtigungen füreinander einstehen“, so Marco Böttger. Genau diese Haltung war von Anbeginn das Ziel der Investoren, Bewusstsein für ein positives Miteinander zu schaffen und zu fördern. „Dieser wichtige soziale Anspruch wird hier offensichtlich getragen, denn alle Wohnungen sind vergeben“, sagte Ralf Neelsen, stellvertretender Fraktionsvorsitzender. 

Bauausschussvorsitzende Inge Schnepel fragte nach Glasfaser und E-Ladesäule, zum Beispiel für ein Gemeinschaftsauto. Die Wohnhäuser sind alle an das schnelle Internet angeschlossen. Auch werden Ladesäulen in den nächsten Wochen aufgestellt, sodass Elektrofahrzeuge optimal zum Einsatz kommen können. Geheizt wird ohne Öl, Holz oder Gas. Klimaschutz und Energieeffizienz spielen bei der Grünen Insel eine wesentliche Rolle. Darauf legte Projektgeber Ludolf Ibs von der Firma Wes-Energy stets großen Wert. „Die künftigen Bewohner gestalteten Wohnungen sowie zum Beispiel Farbgebung der Gebäude mit. Zudem haben sie sich schon bei den Nachbarn vorgestellt und so erste Kontakte geknüpft. Um Gemeinschaftsräume zu erhalten, plant die Grüne Insel 2021 ein sogenanntes Torhaus, wo Aktivitäten der Wohngemeinschaft stattfinden können. Nachbarn und Bürger sind willkommen“, sagte Böttger.

Nielsen: „Die Gemeinde erwarb frühzeitig 2016 einige Grundstücke, 2017 erfolgten dann Käufe vonseiten Wes Energy. Nach Gebäudeabrissen folgte die Zusammenlegung der Grundstücke. So ergab sich mitten im Dorf eine attraktive Baufläche von einem Hektar. Ich freue mich über die vertrauensvolle Zusammenarbeit der letzten Jahre und die Umsetzung dieses Bausteins der Ortskernsanierung St. Michels. Die Grüne Insel ist dabei das größte Investitionsvorhaben, gefolgt vom Donner Hus in Ortsmitte mit Arztpraxis, Kita, Ergotherapie, DRK und Bäcker.“