Nachbarn

Bei Wahlen hapert es

Von Annelene Spill

St. Michaelisdonn - Die Jahresversammlung des Hegerings acht war sehr gut besucht, doch bei der Aufgabenverteilung haperte es gewaltig. Von rund 85 Mitgliedern kamen knapp 50 Waidmänner und -frauen in die Gaststätte St. Michael. 

Zum Hegering zählen die Reviere aus St. Michaelisdonn, Frestedt, Windbergen, Gudendorf, Friedrichshof und Volsemenhusen. Hegeringleiter Thorsten Schöpke war zwar erfreut über die gute Beteiligung, die spiegelte sich aber nicht bei den Vorstandswahlen wider. „Es darf nicht alles am Hegeringleiter und seinem Stellvertreter hängenbleiben“, appellierte auch Kreisgruppenvorsitzender von Dithmarschen-Süd, Volker Lorenzen. Zwar stellten sich Schöpke und sein Stellvertreter Bernd Hinz wieder zur Wahl, wurden auch bestätigt, doch schon beim Kassenwart haperte es. Mathias Dreier aus Gudendorf trat nicht wieder an, ein Nachfolger war zunächst nicht in Sicht. Schließlich übernahm Jennifer Stoffers den Posten, obwohl die 32-Jährige als Schießwartin schon ausgelastet ist. Für Öffentlichkeitsarbeit fand sich Melanie Hahn. Doch Bernd Hinz traf es besonders hart. Der stellvertretende Hegeringleiter übernahm auch noch die Vorstandsämter Hundeobmann und Bläserobmann und muss den beruflich stark eingebundenen Hegeringleiter öfter vertreten. Schriftwart Michael Stage wurde in Abwesenheit wiedergewählt. 

Volker Lorenzen leitete die Wahlen und sagte: „Für vier Jahre ist jetzt alles geregelt. Ich appellierte aber besonders an die jungen Hegeringmitglieder, den Vorstand zu unterstützen.“ Ein jüngerer Jäger fand es ungerecht, sich auf die Jungen einzuschießen: „Es gibt viele Frührentner so um die 60, die Zeit haben, sich aber nicht zur Verfügung stellen. Die Jüngeren sind mit Familie und Beruf oft schon ausgelastet.“ Fazit: „Das Ehrenamt hat heute keine großen Stellenwert mehr.“