Nachbarn

Besser als erwartet

Von Nele Berndt 

Albersdorf - Neun Online-Gruppenstunden organisierte das Jugendrotkreuz (JRK) mittlerweile. Als sich im April abzeichnete, dass sich die Mitglieder auf längere Zeit nicht treffen dürfen, fiel der Entschluss, die Gruppenstunden online anzubieten. 

Für die Stufe eins der Sechs- bis Zwölfjährigen wurden zweiwöchentlich digitale Treffen angeboten, in der Stufe drei über 16 Jahre traf sich Nele Berndt wöchentlich online mit den Jugendrotkreuzlern. Bei der Stufe eins bestand die Herausforderung darin, den spielerischen und kindgerechten Charakter auch online abzubilden. Gruppenleiterin Annafried Junge packte dazu vor den Gruppenstunden für jedes JRK-Mitglied Materialtüten und verteilte sie. So bekam zum Beispiel kürzlich jedes Kind neben Spiel- und Bastelmaterialien unterschiedliches Erste-Hilfe-Material, von Pflaster über Mullbinden bis zur Rettungsdecke, sowie Zettel mit Bezeichnungen anderen Materials. In der Gruppenstunde wurde die richtige Zuordnung vorgenommen und besprochen, sodass jedes Kind involviert war. Geprägt war die letzte Stunde vom Gruppenleiterwechsel. Nach mehreren Jahren gab Annafried Junge die Leitung berufsbedingt an Felina Frahm ab. In Stufe drei war altersgemäß die längere Beschäftigung mit theoretischen Themen möglich. Das Rotkreuzwissen wurde vertieft, viel diskutiert und gemeinsam erarbeitet.

Nach kurzer Anlaufzeit funktionierten die Gruppenstunden besser als erwartet, auch wenn die Vorbereitung für die Gruppenleiter deutlich intensiver war und länger dauerte. Eine große Schwierigkeit bestand darin, dass online kaum praktische Übungen in der Ersten Hilfe möglich waren, die aber den Kern der Stunden ausmachen. Daher hofft die JRK-Leitung, möglichst schnell wieder Gruppenstunden in Präsenz durchführen zu können. Das Abstandsgebot würde eine Herausforderung darstellen, aber Verbände könnten vorerst beispielsweise auch an Puppen geübt werden.