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Bilanz einer Wintersaison

Von Ingo Schiefelbein 

Wesselburen - Im Winter waren die Boßler aus Wesselburen und den umliegenden Dörfern voll auf Trab. Von November bis März war der Terminplan mit gut 20 Wettkämpfen bestückt, wobei das Hauptaugenmerk auf den traditionellen Feldkämpfen lag. 

Bei den Untergruppen des Boßelvereins Achtung Wesselburen waren die Männer Schülp-Wesselburenerkoogs das Maß der Dinge. Sie gewannen die drei Feldkämpfe gegen Süderdeich-Wesselburen, Norddeich und Reinsbüttel. Gegen Reinsbüttel gelang sogar ein Kantersieg mit fünf Schott und 20 Metern und der Gewinn einer goldenen Kugel. Außerdem siegte die Gruppe auch beim Erbsensuppenboßeln und gewann den B-Pokal beim Gruppenboßeln. 

Auch Süderdeich-Wesselburen gewann eine goldene Kugel gegen Reinsbüttel mit einem deutlichen Sieg von vier Schott und 31 Metern. Zudem wurde der Nordbund Norddeich im Feldkampf bezwungen und der B-Pokal beim Erbsensuppenboßeln gewonnen. Reinsbüttel freute sich immerhin über den Gewinn des Liga-Pokals und einen knappen Feldkampfsieg gegen Norddeich. Aber auch die Norddeicher gingen nicht leer aus. Beim Gruppenboßeln gewannen sie den begehrten A-Pokal für die beste Sechser-Mannschaft auf dem Stand. 

Zudem traten Boßler aus den genannten Gruppen unter der Fahne von Achtung zu weiteren sieben Feldkämpfen an. Dabei standen am Ende fünf Siege gegen St. Peter-Ording, Vereinigte Köge, Oldenswort, Simonsberg und Garding zu Buche. Gegen Simonsberg gewann man außerdem eine goldene Kugel. Chancenlos war man gegen die Vereinigten Geestdörfer, gegen die Achtung eine goldene Kugel verlor. Ein besonderer Feldkampf fand gegen den Boßelverein Tetenbüll statt. Dabei traten absprachegemäß nur Boßler aus Süderdeich und Reinsbüttel für Achtung an. Zwei begeisterungsfähige Truppen fochten einen abwechslungsreichen und jederzeit spannenden Feldkampf aus. Tetenbüll behielt am Ende mit 14 Metern die Oberhand. 

Das Gruppenboßeln, die Vereinsmeisterschaft von Achtung Wesselburen, litt unter Dauerregen. Nur 47 Boßler gingen an den Start. Vereinsmeister wurde der Schülper Janne Martens mit 193 Metern vor Jakob Diener (177) und Michel Möller (175). Die Hans-Seider-Gedächtnisschilder für die Punktbesten gewannen Janne Martens (15 bis 18 Jahre), Tobias Hinz (19 bis 44 Jahre) und Michael Bruhn (ab 45 Jahre). Das Fest der Boßler zum Abschluss der Wintersaison im Vereinslokal Paros mit Schnitzelbüfett, großer Tombola und Tanz war sehr gut besucht, und es wurde ausgelassen gefeiert. In diesem würdigen Rahmen wurde der Schülper Ralph Martens zum besten Feldkampfboßler des Winters gekürt.