Nachbarn

Dithmarscher in Hellblau

Von Hans-Jürgen Block 

Heide - Am Selker Noor bei Schleswig ging in den Sommerferien wieder der zweiwöchige Sommerklassiker der Dithmarscher Sportjugend ab. Mit zwei Bussen starteten 100 Kinder im Alter von acht bis 13 Jahren und 25 ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer ins „Große Abenteuer für kleine Leute“. 

Im Sommerzeltlager an der Schlei bei Schleswig stand nicht nur Zelten auf dem Plan, sondern auch Spielen, Segeln, Kanufahren, Lagerfeuer, Wikingererlebnis und Abenteuersport. Nicht zu vergessen: Naturerlebnisse im Wald und an der Schlei sowie natürlich auch eine Pyjamaparty mit Disco. Seit 1956 fährt die Sportjugend in dieses Zeltlager, das seit 1948 von dem Verein Freie Turnerschaft Vorwärts aus Kronshagen bei Kiel unterhalten wird. Wie in den Vorjahren war das Zeltlager für zwei Wochen für die Dithmarscher Sportjugend und die Stadt Bargteheide reserviert, die ebenfalls 100 Kinder mit 25 Betreuern ans Selker Noor schickt.

Aus Dithmarschen waren 40 Kinder dabei, für die das Jugendferienwerk Dithmarschen die Kosten übernahm. „Ohne solche Kooperationspartner und ohne engagierte Ehrenamtliche als Betreuer läuft hier gar nichts. Und das Jugendferienwerk könnte seine Aufgabe auch nicht erfüllen. Ihr alle macht einen tollen Job hier. Das ist nicht selbstverständlich heutzutage.“ Mit diesen Worten überreichte Prof. Dr. Hans-Jürgen Block, Vorsitzender des Jugendferienwerks Dithmarschen, in Selk allen Betreuerinnen und Betreuern als Dank ein T-Shirt. „Auf der Brust der traditionelle Bus des Jugendferienwerks und auf dem Rücken das Logo der Kreissportjugend – da sieht jeder sofort, dass ihr das Dithmarschenteam seid.“

Block war an die Schlei gefahren und ließ sich von Hilke Rudolph-Schümann aus Lehe, Vorsitzende der Kreissportjugend und in Selk Organisationsleiterin, sowie Gabi Haalck aus Weddingstedt, ausgebildete Kinderkrankenschwester und Sanitäterin des Lagers, durch die verschiedenen Stationen des Zeltlagers am Rand von Wald und See führen. In der dunklen Wikingerecke gab es qualmendes Feuer und eifrige Holzschnitzer: rundum fleißige, begeisterte Jungs und Deerns. Im Ökozelt daneben wurde an Traumfängern gebastelt und Brennnesselfrikadellen aus Grünzeug, Haferflocken und Eiern vorbereitet. „Nicht unbedingt meine Sache“, meinte Block. 

Rudolph-Schümann kommentierte: „Die Stimmung ist gut, die Neugierde auf die vielen unterschiedlichen Aktivitäten groß, und die Kinder toben auch mal bis zum Umfallen. Das ist auch gut so, denn ab 22 Uhr ist Lagerruhe. Was noch in Selk besonders ist: Hier wird möglichst auf Handys verzichtet. Mitgebrachte Handys liegen im Safe.“ Für das Jugendferienwerk war wichtig zu erfahren, dass das seit 2017 praktizierte neue Konzept, nach dem Ferienplätze bei Kooperationspartnern wie der Kreissportjugend „eingekauft“ werden, aufgeht. Die Kinder des Jugendferienwerks waren in Selk auf zehn Dithmarscher Zelte verteilt, und im Lager war nur dem Kernteam bekannt, wer vom Jugendferienwerk gefördert wurde.