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Energieregion Westküste

Von Andreas Hein 

Heide - Den Chef der schleswig-holsteinischen Staatskanzlei, Staatssekretär Dirk Schrödter, hatte der örtliche Landtagsabgeordnete Andreas Hein (CDU) zu Besuch in der Energieregion Westküste.

Das umfangreiche Besuchsprogramm umfasste das Umspannwerk der Tennet und eine Windkraftanlage in Lieth und Norderwöhrden, den Bio Westhof in Friedrichsgabekoog, die Raffinerie Heide in Hemmingstedt, den Gewerbepark Westküste, das Quarree100, den Campus 100 sowie die Entwicklungsagentur Region Heide, deren Verwaltungsratsvorsitzender Andreas Hein zugleich ist. Die Entwicklungsagentur Heide ist ein treibender Motor in der Region. Deutlich sichtbares Zeichen dafür ist die Initiative für das Reallabor Westküste 100, das jüngst vom Bund als förderfähiges Projekt innerhalb des Ideenwettbewerbs „Reallabore der Energiewende“ anerkannt wurde. Hein: „Unser Land ist bei der Stromwende ganz weit vorn dabei, aber das allein reicht nicht. Wir brauchen innovative Lösungen, wie das Reallabor, um den erneuerbaren Strom auch in anderen Bereichen, wie Wärme und Mobilität, zu nutzen. Wir sind weiter am Ball, wenn es darum geht, die Energiewende so konkret und so lokal wie möglich Wirklichkeit werden zu lassen – damit sie auch bei den Menschen ankommt und kein theoretisches Luftschloss bleibt. Die regenerative Wasserstofftechnologie ist ein Schlüsselbaustein für einen ganz neuen Industriezweig. Davon wollen und werden wir in der Energie- und Innovationsregion Westküste partizipieren.“

Staatssekretär Schrödter sagte zu, sich weiter für die Vorhaben an der Westküste stark zu machen und sich auch gegenüber dem Bund einzusetzen. „Die Westküste ist nicht nur unser schleswig-holsteinischer Mittelpunkt der erneuerbaren Energien, sondern bundesweites Kraftzentrum. Wir können stolz darauf sein, was hier geleistet wird“, so Schrödter zum Abschluss des Besuchs. Insbesondere die Nutzung von aus Erneuerbaren gewonnenem Wasserstoff als neuem Energieträger biete hervorragende Potentiale für die Dekarbonisierung der Wirtschaft und damit zum Erreichen der Klimaschutzziele. So verbinde sich Ökonomie und Ökologie auf hervorragende Weise und trage dazu bei, „die Strukturschwäche unseres Landes zu überwinden. So können wir regionale Disparitäten abbauen“. 

Mit Blick auf die aktuelle Diskussion in der Luftfahrt stellte Schrödter zudem fest, dass synthetisch hergestelltes Kerosin ein bedeutsames Anwendungsfeld für Wasserstoff sein könne. „Grüner Wasserstoff ist eine Zukunftsbranche. Die Dynamik, mit der an diesem Thema hier in der Region Heide gearbeitet wird, um die wirtschaftlichen Potenziale zu heben und in Wertschöpfung zu übersetzen, ist überall spürbar und beeindruckend.“