- Nachbarn -

Erfolgreich beim Bundeswettbewerb

Von Henrik Berndt

Albersdorf - Einen guten neunten Platz erreichte kürzlich die Gruppe des Albersdorfer Jugendrotkreuzes (JRK) beim Bundeswettbewerb der 13- bis 16-Jährigen (Stufe 2).  Die besten JRK-Gruppen der 19 DRK-Landesverbände traten an. Albersdorf hatte sich als Sieger des Kreis- und Landeswettbewerbs qualifiziert. Besonders stolz war die Albersdorfer Gruppe über den sechsten Platz in Erster Hilfe. 

Der Bundeswettbewerb fand in Cloppenburg beim DRK-Landesverband Oldenburg statt und thematisierte die Bereiche Erste-Hilfe, Musisch-Kulturell, Rotkreuz, Soziales und Sport-Spiel. Zu jedem Bereich waren zwei bis drei Stationen in jeweils 15 Minuten zu bewältigen. Während einige Schwerpunktthemen wie „Sucht“ und „Menschlichkeit“ bekannt waren und von den Gruppen vorab in Gruppenstunden besprochen wurden, war auch viel Allgemeinbildung gefragt, etwa beim Erkennen von Heilkräutern anhand des Geruchs und Bildern mit Beschreibung der Wirkungen. Dagegen bereitete den JRKlern die Erklärung und die Zuordnung der verschiedenen Genfer Konventionen im Rotkreuzwissen eher wenig Kopfzerbrechen.

Der Bundeswettbewerb war dem Motto „Mit Menschlichkeit durch die Vergangenheit“ gewidmet. Was das bedeutete, wurde vor Ort klar, da der komplette Parcours im Museumsdorf Cloppenburg lag und die Stationen auf die Vergangenheit Bezug nahmen. Knifflig war das Zuordnen historischer Musikinstrumente anhand von Tönen sowie das Wissen oder Erraten von Essgewohnheiten im Mittelalter, die darauffolgend in einem kleinen Spontantheaterstück zu zeigen waren. Die Schiedsrichter bewerteten dabei nicht nur die Qualität und das Wissen, sondern auch den Gruppenzusammenhalt und die Teamarbeit.

Besonders punktete die Albersdorfer Gruppe bei den Erste-Hilfe-Stationen. Zwei davon waren Gruppenaufgaben, bei denen die sechs Teilnehmer bis zu fünf Verletzte auf einmal versorgten. Besonders wichtig waren - neben den Erste-Hilfe-Maßnahmen - gute Teamkoordination und Zusammenarbeit, ein geordneter Notruf und das Erkennen möglicher Gefahren. Die dritte Station bot Einzelaufgaben für jeden Teilnehmer, sodass jeder auf sich gestellt war und unter anderem den Notruf und die Erste Hilfe komplett allein leisten musste. Unter den Augen von bis zu zehn Schiedsrichtern und Schminkern war beispielsweise eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchzuführen und eine Person zu beruhigen und zu versorgen, die sich mit einer Säge verletzt hatte und mit der Säge im Schockzustand eine Gefahr für die Retter darstellte.

Neben dem sechsten Platz in Erster Hilfe erreichte die Albersdorfer Gruppe Platz sieben in Soziales und zwei achte Plätze in Musisch-Kulturell und Sport-Spiel. Auch im Rotkreuzwissen war sie mit dem 13. Platz im Mittelfeld. Der neunte Platz insgesamt war ein großer und sehr seltener Erfolg. In Albersdorf gibt es seit den 50er-Jahren, wenn auch mit längeren Pausen, Jugendrotkreuzgruppen. Bisher gab es nur einzelne Teilnahmen an Bundeswettbewerben im Rettungsschwimmen. Für einen reinen JRK-Bundeswettbewerb hatte sich vorher noch keine Albersdorfer JRK-Gruppe qualifiziert.

Weitere Artikel