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Erntedankfrühstück

Von Maren Haase 

BUSENWURTH Der Einladung des Vorstands zum Erntedankfrühstück folgten 60 Landfrauen des Vereins Meldorf-Marsch ins Dithmarscher Eck. Bei der Begrüßung erinnerte Vorsitzende Maren Haase daran, dass das Erntedankfest 2020 die letzte Saalveranstaltung war, zu der die Landfrauen zusammenkamen.

Nach auch nachdenklichen Worten zum Erntedank und einem leckeren Frühstücksbüfett stellte sich der Kreisförster des Kreises Dithmarschen vor. Christof Vetter, Förster in achter Generation, zog aus dem waldreichsten Gebiet Deutschlands, der Region Siegen-Wittgenstein mit 74 Prozent Waldfläche, in den waldärmsten Kreis mit zirka drei Prozent Waldfläche. Er kümmert sich um die 750 Hektar kreiseigenen Waldflächen, aber auch die Betreuung der privaten Waldbesitzer fällt in sein Ressort. Nach einleitenden Worten zur Gesamtsituation der Waldbestände erläuterte er den interessierten Landfrauen sein Aufgabenfeld, das von der Aufforstung neuer Flächen bis hin zur Müllentsorgung reicht. Drei Mitarbeiter und zwei Auszubildende sorgen unter anderem dafür, dass neu angepflanzte Jungbäume nicht von schnellwachsenden Pflanzen wie der Spätblühenden Traubenkirsche unterdrückt werden. Auch die Bearbeitung von Schadholz durch Borkenkäfer oder andere Schädlinge erfordere viel Zeit sowie körperlichen und maschinellen Einsatz. Das vielfältige Aufgabenfeld, das natürlich auch reichlich Bürokratie einschließt, entspricht wohl nicht dem Bild, das sich viele Menschen vom Beruf des Försters machen. Nach einer Fragerunde verabschiedete zweite Vorsitzende Ingrid Thode dann Christof Vetter mit einem kulinarischen Gruß und hob hervor, dass die Landfrauen wieder einmal mit vielen neuen Erkenntnissen nach Hause gehen.

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