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Erster virtueller Eisschwimmcup

Von Karen Fajersson 

Meldorf - Die Seals-Wasserballer schnitten beim ersten virtuellen Weihnacht-Eisschwimmcup hervorragend ab. Organisiert wurde der Wettkampf von dem in Süddeutschland beheimateten Verein Die Eiswürfel, dessen Motto lautet „I gfrei mi, dass i gfrier“.

Dank der im September begonnenen intensiven, individuellen Trainingseinheiten in Nordsee und Eider waren Sarah Bauer, Susan Tharra und Timo Schütt gut auf die Herausforderungen vorbereitet. Über einen Zeitraum von zwei Wochen legten sie die angemeldeten Distanzen an der Badestelle Elpersbüttel und im Meldorfer Hafen zurück. Zuvor mussten die Strecken abgemessen und Markierungen aufgestellt werden. Die geschwommenen Zeiten wurden per Video dokumentiert. Ganz wichtig war dabei auch eine Aufnahme des Thermometers mit der aktuellen Wassertemperatur. Die Wettkampfbedingungen gaben unter fünf Grad Celsius vor. Bei Überschreitung wurde vom Veranstalter pro Grad eine Sekunde je 50 Meter auf die angegebene Zeit draufgerechnet. 

Gegen Teilnehmer aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz maßen sich die Meldorfer Wasserballer bei drei Grad Wassertemperatur in den Disziplinen Freistil, Brust und Schmetterling. Bauer absolvierte 50 Meter Freistil sowie 50 und 100 Meter Brust, Tharra 50, 100 und 200 Meter Freistil. Beide wurden jeweils Erste in ihrer Altersklasse. Schütt bewies sich in gleich fünf Wettkämpfen, 50 und 100 Meter Freistil, 100 und 200 Meter Brust sowie 50 Meter Schmetterling, und schwamm sich auf Rang zwei und drei in seiner Altersklasse.

Das Eisschwimmen lässt die Seals derweil nicht los und hat mittlerweile auch weitere Wasserballer gepackt. Ture Heesch und Maren Abächerli ließen sich anstecken und entdeckten das Eisbadefeeling für sich. Heesch probierte sich mehrmals und ohne Zögern in Nordsee und Eider aus und stürzte sich ohne Wenn und Aber in die eiskalten Fluten. Ein wenig vorsichtiger ließ es Maren Abächerli angehen. Sie tastete sich langsam vor, tauchte kurz unter, dann raus. Inzwischen schwimmt sie einige Züge und steigert sich von Mal zu Mal.

Sarah Bauer überzeugte ihren Freund Patrick Reinel, zusammen mit ihr und Susan Tharra an einem weiteren Videowettbewerb teilzunehmen, den Keep Frozen/Deutscher Eisschwimmverein kurzerhand ins Leben rief. Dabei zählte nicht Schnelligkeit, sondern Kreativität war gefragt, die von den Dreien in der Eider bei drei Grad Wasser- und zwei Grad Lufttemperatur umgesetzt wurde – eiskalt natürlich. Der Videobeweis ist auf YouTube zu sehen: 21 01 08 Frozen Seals.