Nordhastedt

Fahrt in die Fränkische Schweiz

Von Günter Paul 

Nordhastedt - Frühmorgens begaben sich 45 Mitglieder des Dorfverschönerungsvereins auf eine Reise nach Haidhof nahe Gräfenberg mitten im Herzen des Städtedreiecks Nürnberg-Bamberg-Bayreuth. Nach einem ausgiebigen Frühstück und vielen Trinkpausen erreichten sie am frühen Nachmittag ihr Hotel.

Am nächsten Tag führte eine Fahrt nach Nürnberg, die alte Reichshauptstadt. Vorbei an der Bundesanstalt für Arbeit und dem Frankenstadion passierten die Besucher die Überreste des Reichsparteitagsgeländes mit Dokumentationszentrum, Kongresshalle, Haupttribüne, Zeppelinfeld und Großer Straße. An der Kaiserburg begann eine Stadtführung quer durch die Altstadt. Um 12 Uhr war die Gruppe pünktlich am Hans-Sachs-Platz mit der Frauenkirche. Die älteste Hallenkirche Frankens ist bekannt für ihr Glockenspiel, das sogenannte Männleinlaufen. Weiter ging es über die Fleischbrücke zum Nassauerhaus, einem alten Patrizierhaus. Es folgte die Lorenzkirche mit dem berühmten Engelsgruß von Veit Stoß. Anschließend genossen alle Nürnberger Rostbratwürste in einem urigen Lokal, und danach konnte jeder auf eigene Faust Nürnberg erkunden. Über Forchheim gelangte die Gruppe wieder zum Hotel, wo Grillspezialitäten auf die Gäste warteten.

Am dritten Tag stand Bamberg, die Stadt der Bischöfe und Biere, auf dem Plan. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt ging es zur Besichtigung des Kaiserdoms mit Bamberger Reiter und geschnitztem Marienaltar, alter Hofhaltung und Rosengarten. Ein Besuch im ältesten Wirtshaus Bambergs, dem Schlenkerla, fehlte nicht, wo man bis zum Mittagessen seine Brotzeit mitbringen und verzehren darf. Im Café Graupner genossen alle Kaffee und Kuchen. Abends erwartete die Gruppe im Hotel nach dem Essen eine Schnapsprobe mit hausgemachten Schnäpsen und Schmalzbrot.

Der nächste Tag führte die Gruppe nach Bayreuth, vorab jedoch zur bedeutendsten Wallfahrtskirche Frankens, Vierzehnheiligen, geweiht den 14 Nothelfern; in der Mitte der Kirche der gewaltige Gnadenaltar, gestaltet von Balthasar Neumann. Vom Vorplatz bot sich ein wunderbarer Blick auf das Kloster Banz. Dann ging es zur Stadt Richard Wagners, Bayreuth. Die Fahrt führte vorbei am Neuen Schloss mit prachtvollen Gärten und Festspielhaus. Nach einem kleinen Bummel durch Bayreuth besichtigten die Besucher das Markgräfliche Opernhaus. Von außen fast unscheinbar glänzt es drei Stockwerke hoch bis in den Himmel des riesigen Deckenfreskos. Markgräfin Wilhelmine ließ das Opernhaus Mitte des 18. Jahrhunderts erbauen. Die Einrichtung aus Holz mit Ornamenten und Figuren schuf der berühmte Theaterarchitekt Galli-Bibiena aus Bologna. Bis auf die Bestuhlung und die Beleuchtung ist alles im Originalzustand. Zurück ging es über das Litzendorfertal, Buttenheim und Burg Feuerstein, das Wiesental und die Teufelshöhle. 

Nachdem die Gruppe tagsüber eine deftige Brotzeit genossen hatte, freute sie sich im Hotel auf ein Büfett. Es gab fränkische hausgemachte Spezialitäten, acht Hauptgerichte, eine Beeren-Weinprobe, und danach konnte getanzt werden. Nach wenig Stunden Schlaf und einem guten Frühstück folgte die Heimreise. Ein besonderer Dank ging an den Busfahrer, der fast jeden Sonderwunsch erfüllte.