Nachbarn

Fortgesetzte Tradition

Von Hans-Gerd Heide 

Meldorf - Wegen der Coronakrise fiel das Gildefest der Bürgergilde wie so viele Veranstaltungen im Land aus. Damit wäre auch das jährliche Baumpflanzen hinfällig geworden, das zu den Amtspflichten des jeweiligen Königs gehört. Also kein Gildefest, kein König, kein Baumpflanzen? Keineswegs. 

Als Plan B stifte Marie Böhe, Königin des Jahres 1993 und jahrzehntelange Gildewirtin, eine Robinie, den Baum des Jahres 2020. Der wurde im Gildetal gegenüber der ehemaligen Gärtnerei Glaeske im Beisein der Älterleute und der Bürgermeisterin Uta Bielfeldt sowie von Gildebrüdern und Zuschauern gepflanzt. In Vertretung des erkrankten Ersten Ältermannes Michael Jannsen dankte Zweiter Ältermann Hans-Gerd Heide Marie Böhe für den Baum und würdigte ihre jahrzehntelange Treue zur Meldorfer Bürgergilde. Er wünschte, dass das Wachsen des Baumes ein Symbol sein könne, dass auch das Leben der Gilde, die im nächsten Jahr ihren 450. Geburtstag feiern wolle, wieder aufleben werde. Uta Bielfeldt würdigte die lange Tradition des Baumpflanzens und freute sich, dass sie auch in diesem Jahr fortgesetzt werde. Es sei schön, dass beiderseits der Bahn Pflanzungen entstünden. An die Zeremonie schloss sich das traditionelle Baumpflanzen an, bei dem Marie Böhe ihren Stolz ausdrückte, Stifterin eines Baumes im Gildetal zu sein.