Nachbarn

Gemeinsames Engagement

Von Kurt-Ewald Finke 

Heide - Unter der Federführung der Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) präsentierten Staatskanzlei, Umweltministerium, Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume, Deutscher Marinebund und die Marinekameradschaft (MK) Heide das landesweite Engagement für eine gelingende Transformation der Welt-Nachhaltigkeitsziele zum Tag der Deutschen Einheit.

Der Kontakt zwischen Dr. Maria Grewe von RENN Nord und Kurt-Ewald Finke, Vorsitzender der MK Heide, entstand am langen Tag der Nachhaltigkeit in Meldorf. Die MK informierte dort im lokal.digital zum Thema Meeresverschmutzung durch Plastik. „Unser Ziel ist es, das Bewusstsein für das Problem Plastik im Meer zu schärfen“, sagte Finke. „Wir müssen alle Menschen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung mit ins Boot holen.“ Und: „Die globalen Probleme sind bekannt. Jetzt geht es darum, in der eigenen Lebenswelt vom Wissen zum Handeln zu kommen.“

Beim Gemeinschaftsauftritt im Hiroshima-Park in Kiel standen die 17 Ziele der nachhaltigen Entwicklung im Mittelpunkt. Verschiedene Akteure aus dem RENN-Netzwerk zeigten, was bereits zum Thema Nachhaltigkeit passiert und was jeder einzelne zum Erreichen der globalen Ziele und gegen den Klimawandel tun kann. Neben Infoständen gab es zahlreiche Mitmachaktionen, unter anderem vom Tierpark Arche Warder, dem Steinzeitpark Dithmarschen sowie der offenen Holzwerkstatt Werk statt Konsum. Am Beispiel Plastik zeigte eine interaktive Ausstellung, was die 17 Ziele mit dem eigenen Konsumverhalten zu tun haben. 

Vor Ort informierte die MK Heide zum Thema Müllkippe Meer und Kreative Küste sowie das Ostsee-Info-Center Eckernförde, um über aktuelle Probleme wie Mikroplastik in Gewässern aufzuklären. Dabei sollten Interessierte aktiviert und für Lösungen begeistert werden. „Nachhaltigkeit ist auch eine kulturelle Herausforderung“, erklärte Dr. Maria Grewe. „Was bedeutet Wohlstand? Was wünsche ich mir für das Zusammenleben in meiner Nachbarschaft? Wie kann ich nachhaltig mit Ressourcen umgehen? Diesen Fragen stellen wir uns mit den Gästen sowie Kunstschaffenden und Kreativen und suchen gemeinsam nach mutigen Antworten.“ Robert Barsuhn verarbeitete die 17 Ziele künstlerisch während eines Live-Paintings. Ein Team von Illu.fix porträtierte Besucher mit ihren Ideen und Zukunftswünschen. „Vor 30 Jahren gab es die Aktion Jute statt Plastik. Das ist heute aktueller denn je.“ Die Besucher des Standes sollten sensibilisiert werden und möglichst viele kleine Projekte entstehen lassen.