Nachbarn

Glücklich über Gurte

Von Jörg Zydek 

Windbergen - Unmittelbar vor dem Coronalockdown wurden Kickbox-Graduierungsprüfungen durchgeführt. Zehn Prüflinge stellten sich der Herausforderung beim TV Windbergen. 

Das Besondere an der Prüfung: Die Bandbreite war mit zehn Jahren - Oke Frahm, Großenrade, und Moritz Steinkraus, Großenrade - bis 58 Jahre - Thomas Schlund, Meldorf - sehr groß. Gerade die Prüfung Schlunds war besonders bemerkenswert. Neben dem rein technischen Teil wurden auch Selbstverteidigungsfähigkeit und Kondition abgeprüft. Im oberen Altersbereich ist das Verlassen der Komfortzone für das Erreichen der konditionellen Anforderungen oft eine Herausforderung. Neben den Klassikern Liegestütze und Bauchaufzüge mussten auch die echten Brenner wie beispielsweise Burpees und Lunges gezeigt werden, also eine Mischung aus Kniebeuge, Liegestütz und Strecksprung sowie Ausfallschritte. Zudem musste die Kondition über den technischen Prüfungsteil gehalten werden. Schlund steht seit einem Jahr in der Ausbildung und bereitete sich drei Monate auf seine erste Prüfung zum gelben Gurt vor.

Bei den jüngeren Prüflingen waren sehr gute Kenntnisse über das Wettkampfreglement vorhanden. In dieser Ausbildungsstufe zählt das nicht zum offiziellen Programm, aber einem herausfordernden „Ich kenne das Regelwerk auch super. Frag' mich was“ konnte keiner der Prüfer - lachend - widerstehen. Die Prüfungen fanden nach der Prüfungsordnung der WAKO Deutschland, dem vom DOSB eingesetzten Spitzenfachverband für Kickboxen, statt. Gerade während der Coronapandemie stellte der TV Windbergen auf ein breites Programm mit Onlinetraining, interner Fortbildung und Gurtprüfungen um. Die freigegebene Trainingszeit zwischen den Lockdowns wurden von den Sportlern in der Halle bestmöglich genutzt. Das Ergebnis: „Alle haben bestanden, alle sind glücklich, und das Vereinsleben geht auf kleiner Flamme nicht unter.“