Nachbarn

Herausforderungen der Pandemie

Von Joachim Ebert

Hennstedt - Bei regnerischem Wetter trafen sich Mitglieder der Mittelstandsunion (MIT), Kreisverband Dithmarschen, zur Jahresversammlung. Kreisvorsitzender Bernd Wilke begrüßte 18 Mitglieder sowie Landesgeschäftsführer Thomas Klömmer und freute sich, bei dieser Teilnehmerzahl alle Coronaregeln einhalten zu können.

Nach der Begrüßung wurde der Tagungspräsident gewählt. Dafür war der Landesgeschäftsführer die Idealbesetzung. In seinem Rechenschaftsbericht führte der Kreisvorsitzende eine ganze Reihe von Aktivitäten seit Gründung im Sommer 2018 auf. Vier Vorstandssitzungen wurden bisher durchgeführt. Ein Schwerpunkt der Veranstaltungen ist das Unternehmerfrühstück. Dazu lädt jeweils ein Mitgliedsunternehmen ein, ein Referent wird dazugeholt und trägt während des Frühstücks vor. Danach hat das Unternehmen die Möglichkeit, den Betrieb vorzustellen. Gastgeber waren bisher Wilke GmbH & Co KG in Pahlen, Wulff med-tec in Fedderingen und die Stiftung Mensch in Meldorf. Bei allen drei Veranstaltungen waren die Gäste begeistert, und so will sich der Vorstand bemühen, diese in den nächsten Jahren fortzusetzen.

Als Großveranstaltung fand die Reihe Politik trifft Handwerk wieder großes Interesse. Bundestagsabgeordnete Marie-Luise Dött, umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion, stellte sich 2019 den Fragen der Handwerker, insbesondere zum Thema Gewerbeabfallverordnung. Ende Februar fand die Veranstaltung gerade noch vor den Coronabeschränkungen statt. Gast war der damalige Innenminister Hans Joachim Grothe. Sein Thema: Zukunft Handwerk - Zukunft Schleswig-Holstein. 

Bei anstehenden Wahlen wurde Bernd Wilke anschließend als Kreisvorsitzender bestätigt. Als stellvertretende Vorsitzende wurde Rechtsanwältin und Notarin Claudia Vehrs neu ins Amt gewählt. Mitgliederbeauftragter blieb Joachim Ebert. Dr. Carsten Dethlefs, Oliver Wendt, Andreas Hein, Michael König und Dieter Siemsen wurden Beisitzer. 

Im Anschluss berichtete Andreas Hein aus dem Landtag, vom voranschreitenden Breitbandausbau über Straßenbaumaßnahmen und Plänen für Windkraftanlagen bis hin zum ÖPNV und dem Erhalt von Polizeidienststellen auf dem Land. Er berichtete auch von den Herausforderungen der Coronapandemie, gerade am Anfang. Es gab vorher nichts Vergleichbares, und so waren Augenmaß, aber auch der Schutz der Bevölkerung das Gebot der Stunde. Mit gewaltigen finanziellen Kraftanstrengungen versucht das Land, den Betroffenen zu helfen. Dafür wurde eine Milliarde Euro extra aufgenommen. Es gab Sofortprogramme für Firmen von 10 bis 50 Mitarbeitern, den Härtefallfond der KfW Bank und Darlehensprogramme für die Hotel- und Gaststättenbranche.

In der Aussprache wurden die fehlenden Netzkapazitäten, besonders auf dem Land, angesprochen, und Hein nannte das Jahr 2023 als vorläufiges Zieljahr für die Fertigstellung des Breitbandausbaus in Dithmarschen. Zum Schluss bedankte sich der Kreisvorsitzende bei allen für die Teilnahme und versprach, die durch Corona etwas heruntergefahrenen Aktivitäten wieder neu zu beleben.