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Historischer Rundgang

LINDEN Der Kulturausschuss der Gemeinde lud zu einem „Historischen Rundgang durch das schöne Dorf Linden“ ein. Treffpunkt war am Denkmal. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Kulturausschuss wurde das Wort an Johann Hermann Junge übergeben. 

Zu Beginn ging es um das traurige Kapitel der deutschen Geschichte. Im Anschluss führte der Rundgang entlang des ehemaligen Bahnhofs. Dort wurden alte Bilder gezeigt und die Geschichte der Kleinbahn erzählt. Es gab eine Friedenseiche von 1870/71, die heute leider nicht mehr steht, aber ein entsprechend beschrifteter Stein ist noch vorhanden und befindet sich nun auf dem Denkmal. Entlang der Hauptstraße folgte ein ehemaliges Schulgebäude, von damals insgesamt drei Schulen. Auch dort wurden alte Fotos gezeigt. Weiter ging es zur ehemaligen Meierei, Mühle, Tankstelle, Schmiede, Gaststätte, Bäckerei - überall wurde viel erzählt und gezeigt. Fazit: „Es ist wirklich unvorstellbar, was es früher in unserem Dorf Linden alles gab.“ Es waren einmal 55 Landwirte im Voll- und Nebenerwerb, vier Kaufmannsläden, vier Gaststätten, drei Schulen, zwei Schmieden, eine Meierei, eine Mühle, eine Zimmerei, eine Postdienststelle, zwei Sparkassen, davon eine mit Warenabteilung, zwei Maler, zwei Schuster, zwei Bäcker, ein Schneider, ein Tischler, ein Stellmacher, ein Schäfer, zwei Hausschlachter und eine Hebamme.

„Vielen Dank für das große Interesse und die zahlreichen Anmeldungen“, hieß es am Ende. Ein besonderer Dank ging an Johann Hermann Junge, der durch diesen historischen Rundgang die alte Zeit im Dorf wieder zum Leben erweckte. Ein weiterer besonderer Dank richtete sich an Karl-Heinz Kuthning und Harro Harder für die Unterstützung. Die drei engagierten Dorfchronisten verbringen sehr viel Zeit mit der Lindener Geschichte. Bei ihren regelmäßigen Treffen werden viele Informationen gesammelt, aufgearbeitet und festgehalten. „Schön, dass die Gemeinde Linden diese Chronisten hat.“

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