Nachbarn

Mit Musik für Musik

Von Sebastian Kimstädt 

Heide - Beim Wettbewerb „Sing deinen Song“ von Boyens Medien trugen Marina Vogeler und Irina Kan-Junge den Sieg davon. Ihr Preisgeld in Höhe von 500 Euro kommt jetzt der Musiktherapie auf der Frühgeborenen-Intensivstation der Westküstenkliniken zugute.

Mit der Interpretation des Taufliedes „Wir wünschen Dir Liebe“ gewannen die Sängerin Marina Vogeler und Irina Kan-Junge die Herzen der Dithmarscher und die meisten Stimmen beim Wettbewerb „Sing deinen Song“, der Ende vergangenes Jahres vom Verlag Boyens Medien veranstaltet wurde. „Wir hatten einfach Spaß daran, uns an dem Wettbewerb zu beteiligen“, erzählen die beiden Musikerinnen. Umso mehr freuen sie sich darüber, den Sieg davongetragen zu haben. Der ist mit einem Preisgeld von 500 Euro verbunden. Das wäre eine kleine Kompensation für die im Coronajahr entfallenen Auftritte gewesen, doch Marina Vogeler und Irina Kan-Junge beschlossen, das Geld nicht zu behalten, sondern zu spenden. Ihre Wahl fiel auf die Frühgeborenen-Intensivstation der Westküstenkliniken in Heide.

Bei dem Leitenden Oberarzt Dr. Reinhard Jensen ist die Dankbarkeit für die Unterstützung groß, und der Neonatologe weiß auch schon, wofür er das Geld verwenden wird. „Wir werden damit die bereits bestehende Musiktherapie auf der Frühgeborenen-Intensivstation fördern“, kündigt Dr. Jensen an. Musiktherapeutin Uta Jordan setzt gezielt musikalische Reize, um die Entwicklung der kleinen Patienten zu fördern oder leitet die Eltern in der musikalischen Kontaktaufnahme zu ihren Kindern an. „Diese akustischen Reize sind wichtig zur Entwicklung der Sinne und setzen ein angenehmes Gegengewicht zu den vielen anderen Geräuschen, die auf einer Intensivstation auch zu hören sind“, erklärt der Mediziner.

Die Therapie ist jedoch eine freiwillige Leistung der Klinik, die nicht durch die Kostenträger übernommen wird. Auch dank der Spende von Marina Vogeler und Irina Kan-Junge kann das Angebot 2021 weitergeführt werden. Die beiden Musikerinnen freuen sich sehr, dass ihr Preisgeld für einen musikalischen Zweck eingesetzt wird und hoffen, dass ihr Beispiel Schule macht. „Musik tut gut, und wir freuen uns, wenn wir durch unsere Musik Gutes tun können, und vielleicht finden sich ja noch weitere Spender, die dieses wertvolle Angebot in der Kinderklinik unterstützen wollen“, erklären die Musikerinnen.