Nachbarn aktualisiert

Neuer Rechtsberater stellt sich vor

Von Friedrich-Wilhelm Trottmann Büsum – Fast 50 Mitglieder waren zur 97. Jahresversammlung von Haus & Grund im Restaurant Zur Erholung erschienen, um den neuen Rechtsberater Martin Rathsack kennenzulernen.Vorsitzender Udo Wellm freute sich, dass von den Nachbarvereinen von Haus & Grund Gitta Klinger-Fleischhauer sowie Vera Witthohn aus Heide und Peter Bingert aus Wesselburen zu Gast waren. Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder stattete Vorsitzender Udo Wellm seinen Jahresbericht ab. Es sei in Büsum sehr schwierig, auf dem engen Markt eine Wohnung zu bekommen. Der Fremdenverkehr sei die Haupteinnahmequelle und 90 Prozent der Ferienwohnungen seien in der Hauptsaison schon ausgebucht. Überall drehten sich Kräne, die auf neue Objekte hinweisen, die längst vor Fertigstellung bereits verkauft seien.Kassenwart Hans Fischer berichtete von einem weiter abnehmenden Kassenbestand. 373 Mitglieder hatte der Verein am Jahresende. Die letztjährige Beitragserhöhung sei zwingend notwendig gewesen. Nach dem Bericht der Kassenprüfer und der einstimmigen Entlastung des für ein weiteres Jahr amtierenden Kassenwartes wurde Petra Thiessen einstimmig zur neuen Kassenprüferin gewählt. Sodann erläuterte der Vorsitzende die Satzungsänderung, die sich an die Fassung der Satzung des Zentralverbandes in Berlin anlehne. Eine Eintrittsgebühr werde nicht erhoben. Besonders der Datenschutz war ein Grund der Änderungen, die einstimmig angenommen wurde. Die seit dem Jahre 1991 amtierende Schriftführerin Brigitte Kunze wurde einstimmig bestätigt. Lasse Papenburg wurde als der neue dritte Beisitzer einstimmig gewählt, da  Helmut Meinköhn nicht zur Wiederwahl antrat.Der neue für Büsum zuständige Rechtsberater und Jurist Martin Rathsack berichtete von einem bunten Strauß von Problemen. Haus & Grund favorisiere die flächenbezogene Variante bei der Grundsteuerreform. Alle anderen Überlegungen seien zu kompliziert. Auch die Satzungen der darauf aufbauenden Zweitwohnungssteuer seien alle ungültig, auch die von Büsum, so dass auch hier bis Ende 2019 neues Recht geschaffen werden müsse. Die Grunderwerbsteuer sei mit 6,5 Prozent in Schleswig-Holstein eine der höchsten, man solle die Schlupflöcher für die großen Gesellschaften schließen. Das neue Mietrechtanpassungsgesetz sei seit dem 1.1.2019 in Kraft, stecke jedoch voller Probleme und führe zu weniger Modernisierungen, da sie sich für den Vermieter wegen zu hoher Kosten nicht mehr rechne. Das führe zum Verfall von Gebäuden, so Rathsack.    Erfreulich sei die Abschaffung der Mietpreisbremse in Schleswig-Holstein. Mehr Wohnungsbau sei nötig, damit die Mieten nicht so immens steigen. Bei den Straßenausbaubeiträgen sei ein Umbruch erfolgt, die Gemeinden können sie erheben, müssen es aber nicht. Eine Kompensierung der gemeindlichen Einnahmen über eine erhöhte Grundsteuer sei ein Modell. 

Von Friedrich-Wilhelm Trottmann

Büsum – Fast 50 Mitglieder waren zur 97. Jahresversammlung von Haus & Grund im Restaurant Zur Erholung erschienen, um den neuen Rechtsberater Martin Rathsack kennenzulernen.

Vorsitzender Udo Wellm freute sich, dass von den Nachbarvereinen von Haus & Grund Gitta Klinger-Fleischhauer sowie Vera Witthohn aus Heide und Peter Bingert aus Wesselburen zu Gast waren. 

Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder stattete Vorsitzender Udo Wellm seinen Jahresbericht ab. Es sei in Büsum sehr schwierig, auf dem engen Markt eine Wohnung zu bekommen. Der Fremdenverkehr sei die Haupteinnahmequelle und 90 Prozent der Ferienwohnungen seien in der Hauptsaison schon ausgebucht. Überall drehten sich Kräne, die auf neue Objekte hinweisen, die längst vor Fertigstellung bereits verkauft seien.

Kassenwart Hans Fischer berichtete von einem weiter abnehmenden Kassenbestand. 373 Mitglieder hatte der Verein am Jahresende. Die letztjährige Beitragserhöhung sei zwingend notwendig gewesen. Nach dem Bericht der Kassenprüfer und der einstimmigen Entlastung des für ein weiteres Jahr amtierenden Kassenwartes wurde Petra Thiessen einstimmig zur neuen Kassenprüferin gewählt. 

Sodann erläuterte der Vorsitzende die Satzungsänderung, die sich an die Fassung der Satzung des Zentralverbandes in Berlin anlehne. Eine Eintrittsgebühr werde nicht erhoben. Besonders der Datenschutz war ein Grund der Änderungen, die einstimmig angenommen wurde. 

Die seit dem Jahre 1991 amtierende Schriftführerin Brigitte Kunze wurde einstimmig bestätigt. Lasse Papenburg wurde als der neue dritte Beisitzer einstimmig gewählt, da  Helmut Meinköhn nicht zur Wiederwahl antrat.

Der neue für Büsum zuständige Rechtsberater und Jurist Martin Rathsack berichtete von einem bunten Strauß von Problemen. Haus & Grund favorisiere die flächenbezogene Variante bei der Grundsteuerreform. Alle anderen Überlegungen seien zu kompliziert. Auch die Satzungen der darauf aufbauenden Zweitwohnungssteuer seien alle ungültig, auch die von Büsum, so dass auch hier bis Ende 2019 neues Recht geschaffen werden müsse. Die Grunderwerbsteuer sei mit 6,5 Prozent in Schleswig-Holstein eine der höchsten, man solle die Schlupflöcher für die großen Gesellschaften schließen. Das neue Mietrechtanpassungsgesetz sei seit dem 1.1.2019 in Kraft, stecke jedoch voller Probleme und führe zu weniger Modernisierungen, da sie sich für den Vermieter wegen zu hoher Kosten nicht mehr rechne. Das führe zum Verfall von Gebäuden, so Rathsack.    Erfreulich sei die Abschaffung der Mietpreisbremse in Schleswig-Holstein. Mehr Wohnungsbau sei nötig, damit die Mieten nicht so immens steigen. Bei den Straßenausbaubeiträgen sei ein Umbruch erfolgt, die Gemeinden können sie erheben, müssen es aber nicht. Eine Kompensierung der gemeindlichen Einnahmen über eine erhöhte Grundsteuer sei ein Modell.