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Nordbund schlägt Südbund

Wesselburen (rd) Der Südbund  aus Reinsbüttel erkämpfte im vergangenen Jahr die „goldene Boßel“ gegen den Nordbund aus Norddeich. Auch in diesem Jahr war der Südbund leichter Favorit. Tatsächlich konnte der Südbund 24 Boßler aufbieten, während der Nordbund nach einigen kurzfristigen Absagen 19 Boßler zur Stelle hatte. Der Nordbund hat zur Zeit das Problem, dass einige vor allem jüngere Aktive nicht zum Boßeln zu bewegen sind. Das schmerzt den Vorstand und den anderen aktiven Boßlern sehr.

Doch der Feldkampf startete wie verabredet auf der Hausstrecke im Sommerkoog. Nach jeweils drei Abwerfern führte der Nordbund mit sechs Metern. Maik und Michael Bruhn, Darwin Bibow und Bosco Awas bauten den Vorsprung trotz heftiger Gegenwehr leicht aus. Nach den nächsten drei Werfern schrumpfte dieser Vorsprung von anfangs 25 Metern auf zehn Meter. Dann misslang ein Wurf und Sven Krakowczyk musste von der parallel verlaufenden Straße abwerfen, was ihm wieder zur Feldbahn hin gut gelang. Aber auch der Südbund landete mit seinem Wurf auf dieser Straße. Nachdem der nächste Nordbund-Wurf aber wieder zur Straße missglückte, zogen die Reinsbüttler leicht vorbei. Die nächsten Würfe waren von beiden Seiten gut bis sehr gut. Nach dem ersten Durchgang führte der Südbund mit 15 Metern.

Der zweite Durchgang gelang den Norddeichern noch besser. Wurf für Wurf glückte und die Boßler gingen wieder in Führung. Aber der Gegner hielt stark dagegen bis dem zehnten Werfer ein Kardinalbleier unterlief und der Nordbund unerwartet ein Schott erhielt. Auch die folgenden Boßler beim Nordbund zeigten starke Wurfleistungen und ließen sich den Sieg mit am Ende einem Schott und 15 Metern „kiek ut“ nicht mehr nehmen.

Die beiden Schlussredner, Arne Schmökel für den Südbund und Hans-Hermann Ohm für den Nordbund, zollten einander Respekt für den fairen und kameradschaftlich geführten Feldkampf. Das dreifache „Lüch op“ beider Mannschaften verhallte über die Marschenfelder und besiegelte den Wettkampf.

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