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Nordbund verliert Feldkampf

Von Hans-Hermann Ohm

Norddeich - Hans-Hermann Ohm, Vorsitzender vom Nordbund Norddeich, sagte nach dem Feldkampf gegen Schülp/Wesselburenerkoog: „Das war heute nicht mein Tag.“ Das Resümee: Selbst leicht verletzt und schlecht geboßelt, Feldkampf verloren und zum Schluss das Vereinslokal geschlossen. 

Morgens sagten zwei Boßler ab, aber dennoch stellte der Nordbund 21 Boßler auf, hatte aber keine Reserve mehr. Die Gäste aus Schülp suchten aus 23 die besten 21 aus. Dann begann der Wettkampf auf der Hausstrecke in Hillgroven. Die ersten drei Boßler mussten sich abwerfen, darunter als Zweiter Vorsitzender Ohm. Beim ersten Wurf trat er nach der Drehung in eine kleine Lunke und knickte leicht im Fußgelenk um. Dabei verriss er die Boßel stark nach links. Der zweite Wurf gelang nur aus dem Stand. Das war der erste Schock für den Nordbund, der antrat, um den Verlust einer goldenen Boßel abzuwehren.

Leider misslangen mehrere Würfe bei den Nordbund-Boßlern. Die Schülper dagegen zogen mit meist geraden Würfen über das Feld und hatten auch mehr Trüllglück. Im ersten Durchgang lag der Nordbund mit zwei Schott und etwa 45 Metern zurück. Ähnlich verlief der zweite Durchgang. Der Nordbund versuchte sich auch auf Trüllwürfe, aber die landeten entweder im weicherem Gelände oder prallten gegen Maulwurfshügel. Die Schülper zogen locker weiter über das Feldkampfgelände und holten ein Schott nach dem anderen. Jederzeit herrschte aber bei herrlich sonnigem Winterwetter ein harmonisches Miteinander. Am Ende gewannen die Schülper hoch mit sechs Schott und 30 Metern Kiek ut.

Sichtlich erleichtert und stolz war der Schlussredner der Schülper, Uwe Hinz. Erstmals seit 1987 wurde eine goldene Boßel vom Nordbund errungen, nachdem gleichzeitig sechs abgegeben wurden. Zum Schluss wollten die Boßler ins Vereinslokal der Norddeicher einkehren, aber es war geschlossen.

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