Nachbarn

Raumwechsel steht an

Von Friedrich-Wilhelm Trottmann 

Büsum - Mit etwas Wehmut berichtete Karl-Heinz Papenfuß, Vorsitzender des Seniorenbeirats, dass im November wohl die letzte Sitzung in den Räumen in der Johannsenallee 34 stattfinde. Danach werde wohl als letztes das Tagungsgebäude abgerissen. 

Papenfuß freute sich, dass erstmalig alle Mitglieder des neu zusammengesetzten Seniorenbeirats da seien. Er erinnerte an das Erntedankfest und spielte das Lied Danke für diesen guten Morgen an. Nach Kaffee und Kuchen sprach er dann die Coronazeit an. „Es wurde viel über Corona geschrieben und gesprochen, über uns, weil wir zu nah beieinander sitzen würden.“ Dabei sei klar, dass zehn untereinander bekannte Personen unter Einhaltung der Abstandregeln an einem Tisch sitzen dürften. Jedem sei unbenommen, sich selbst zu schützen. Er wünsche sich, dass dieser Zustand bald ein Ende nehme.

Lothar Marktscheffel, Behindertenbeauftragter des Seniorenparlaments und Spezialist für Sehbehinderungen, berichtete über praktische Dinge für Sehbehinderte. „Wie bekomme ich beispielsweise die Zahnpasta auf die Zahnbürste, wie stelle ich ein Glas Wasser mittels farbigen Ständers auf den Tisch?“ Er beschrieb das Lesen von Codes auf Artikeln, von akustischen Mitteilungen der Farberkennung und anderem, wobei die Krankenkasse nicht alle Hilfsmittel bezahlt.

Papenfuß berichtete, dass das Mobiliar des Bürgertreffs eingelagert werde; denn der neue Ort des Bürgertreffs sei noch nicht konkret und spruchreif, doch auf einem guten Weg, wie ihm Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje versichert habe. „Mit großer Dankbarkeit gehen wir aus diesen, uns kostenlos vom Eigentümer überlassenen Räumen raus“, sagte Papenfuß.

Der Wunschwagen Mobi Dick der Nachbarschaftshilfe im Amt Büsum-Wesselburen habe die ersten Fahrten hinter sich, wie nach Delve und zur Eider, zur Hamburger Hallig, zum Kanal und nach Hamburg. In Kürze starten Ausflüge nach Dagebüll und nach Lübeck. Auch eine Fahrt für Helfer ist geplant. Aus versicherungstechnischen Gründen könnten aber nur Mitglieder der Nachbarschaftshilfe mitfahren. Zwei- bis dreimal die Woche seien 2021 Fahrten geplant. Die Fahrer nähmen alle an einem Fahrsicherheitstraining teil.

Nach Gruppen mit den Themen Gesundheit und Pflege sowie Mobilität hat sich eine neue Gruppe zum Thema Mehrgenerationenhaus zusammengefunden. Da Baugrund in Büsum zu teuer sei, werde als Vision ein Objekt im Grünen mit 50 Haushalten in der Nähe angedacht, wobei ein Fahrzeug ständig Kinder und andere Bewohner nach Büsum und zurück bringen soll.