Heide

Schornis mit mit großem Herz

Von Sebastian Kimstädt

Heide – Die Dithmarscher Schornsteinfeger haben ein Herz für Kinder. Bereits zum dritten Mal waren die Kaminkehrer ausgezogen und hatten Geld für die Kinderklinik der Westküstenkliniken in Heide gesammelt. Das Geld soll für die Einrichtung eines so genannten Snoezel-Raumes genutzt werden.

Glück für Dr. Thorsten Wygold. Gleich drei Schornsteinfeger standen jüngst in der Tür des Chefarztes der WKK-Kinderklinik in Heide und hatten einen Scheck mitgebracht. Insgesamt 1300 Euro hatten die Kaminkehrer aus dem Kreis Dithmarschen auf dem Heider Marktplatz gesammelt.

„In weniger als zwei Stunden waren unsere Büchsen voll und die 1300 Euro zusammen“, freute sich Klaus Dieter Soll, der stellvertretend für die gesamte Innung gemeinsam mit seinen Kollegen Jens Christian Utermark und Sven Hartwig in die Kinderklinik gekommen war.

Dr. Thorsten Wygold freute sich sehr über die Spende. Denn die Klinik plant die Einrichtung eines so genannten Snoezel-Raums. Das ist ein speziell eingerichtetes Zimmer zur Entspannung und der Förderung von Sinneswahrnehmung bei jungen Patienten. Der Raum ist insbesondere für schwerbehinderte und traumatisierte Kinder, aber auch für ehemalige Frühgeborene gedacht, die in Begleitung von Pflegekräften oder Psychotherapeuten den Raum nutzen können. „Das Konzept des „Snoezelen“ (sprich: Snuzelen) kommt aus den Niederlanden und ist ein Kunstwort, das sich aus den holländischen Worten „snuffelen“ (schnüffeln, schnuppern) und „doezelen“ (dösen, schlummern) zusammensetzt“, erklärte der Chefarzt und erläuterte die medizinischen Vorteile. „Alle Sinne der Kinder werden über die Schaffung eines je nach Bedarf beruhigenden oder stimulierenden Umfeldes mit angenehmen Farben, Lichtspielen und Musik stimuliert, wodurch beispielsweise der Einsatz von Medikamenten reduziert werden kann. Snoezelen ist eine Entdeckungsreise für die Sinne und vermittelt den kleinen Patienten Geborgenheit, Sicherheit und Zuwendung.“

Die Einrichtung des Raumes wird ungefähr 16 000 Euro kosten und soll nach dem Wunsch des Chefarztes bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Da die Einrichtung eines Snoezel-Raums nicht von den Kostenträgern finanziert wird, freuen sich Dr. Wygold und sein Team über weitere Spenden.