Nachbarn

Spontan 500 Euro gespendet

Von Veronika Kolb 

BRUNSBÜTTEL Vor den Räumen der Hoelp übergaben für den FDP-Kreisverband Vorsitzender Oliver Kumbartzky, Fraktionsvorsitzende Veronika Kolb und Hannelore Kanngießer, Mitglied im Brunsbütteler Sozialausschuss, eine Spende von 500 Euro.

Ein Artikel in der Dithmarscher Landeszeitung hatte den Anstoß gegeben, so Veronika Kolb und Oliver Kumbartzky. Darin wurde berichtet, dass durch höheren Bedarf und Rückgang von Spenden Engpässe entstehen, „und hier wollen wir helfen“. Nach der Scheckübergabe an Hoelp-Regionalleiter Alexander Rose und Tafelkoordinator Günther Scheer wurden die Politiker durch die großen und bestens organisierten Räume geführt. Sie erfuhren viel über die Arbeit vor Ort. 

Es werden vier Zimmer angeboten, für junge Menschen ohne festen Wohnsitz/Obdachlose. Die Zimmer sind alle möbliert, und die Personen, die dort einziehen, werden bei Bedarf mit Kleidung und Lebensmitteln versorgt. Auch wird ein individuelles Coaching angeboten, um die Bewohner in der Erarbeitung einer Perspektive zu unterstützen. In den Räumlichkeiten vom Sozialkaufhaus ist ein Notfallschrank, der zu jeder Tageszeit nutzbar ist, gefüllt mit Lebensmitteln. Dieser wird vor allem vom Kooperationspartner Brücke Dithmarschen genutzt, um Menschen in Notsituationen und aktuellen Lebenskrisen mit Lebensmitteln zu versorgen. Im Sozialkaufhaus werden Hausrat, Textilien und qualitativ hochwertige Möbel angeboten. In der Tafel werden an vier Tagen Lebensmittel an Menschen, die ein geringes Einkommen haben, ausgegeben. Der Standort dient außerdem als Verteilungszentrum für Lebensmittel an die umliegenden Tafeln. Dafür gibt es dort zwei Kühlhäuser, um gespendete Ware zu lagern und um sie dann optimal nach den Bedürfnissen der einzelnen Tafeln und Kunden dort umzuverteilen. Es wird Personen aus dem Kreis der ALG 2-Empfänger ein individuelles Coaching zur Erarbeitung einer beruflichen Perspektive angeboten.

Das alles erfordert einen enormen Einsatz von festangestellten Mitarbeitern, aber insbesondere auch vom Ehrenamt. „Da kann gar nicht genug Dank ausgesprochen werden“, so die FDP-Vertreter. Insbesondere in der jetzigen Pandemiezeit sei deutlich mehr Manpower im Ehrenamt erforderlich, unter anderem, weil Ausgabezeiten verlängert werden, um lange Wartezeiten zu verhindern und damit auch die Hygienevorschriften einzuhalten. „Wir hoffen“, sagten Kolb und Kumbartzky, „dass unsere spontane Spende helfen kann, und wir bedanken uns für die Einblicke in die Arbeit vor Ort.“