Nachbarn

Trotz Regen und Sturm

Von Brigitte Blender 

MELDORF Es ist ein Aufruf an alle Menschen, Missstände aufzudecken, Teilhabe-Barrieren sichtbar zu machen und Menschen mit Behinderung dabei zu unterstützen, sich für ihre Rechte einzusetzen – für mehr Miteinander statt Nebeneinander. 

In einem zweiwöchigen Aktionszeitraum finden jedes Jahr deutschlandweit mehr als 600 verschiedene Aktionen und Projekte statt. Trotz erschwerter Bedingungen durch die Coronapandemie gestalteten die Lebenshilfe Dithmarschen und die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) einen gemeinsamen Infostand vor der Tür in der Roggenstraße 4a. Dieses Mal lautete das Motto: Deine Stimme für Inklusion – mach mit. Auch das Motto vom vergangenen Jahr „Inklusion von Anfang an. Los geht‘s mit Dir“ wurde angesprochen, denn 2020 musste aufgrund der Pandemie alles abgesagt werden. Regen und Sturm machten ein Umdenken nötig. Geplant waren verschiedene Veranstaltungen im öffentlichen Raum, wie ein Spaziergang mit Interessierten durch die Stadt um „Barrieren“ zu benennen. „Indem wir Teilhabe-Barrieren für Menschen mit Behinderung erkennen und diese gemeinsam abbauen, sorgen wir dafür, dass alle Menschen gleichberechtigt in unserer Gesellschaft leben und ihre Rechte in Anspruch nehmen können.“ Trotz des schlechten Wetters kamen ein paar Interessierte und informierten sich, wie eine inklusive Gesellschaft ohne Barrieren aussehen könnte. Zettel wurden beschrieben mit Ideen, zum Beispiel, welche Wünsche bestehen, was man sich unter Inklusion vorstellt, was noch alles schiefläuft und wie Inklusion aussehen könnte. „Mit unserer diesjährigen Aktion wollten wir zeigen, dass wir durch gemeinsames Engagement unsere Zukunft inklusiv gestalten können.“

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