Nachbarn

Unerwarteter Ansturm

Von Karl-Heinz Papenfuß 

Wesselburen - Mehr als 70 interessierte Einwohner kamen in die Eider-Nordsee-Schule, um einem Vortrag von Rüdiger Möller, Leiter des Hebbelmuseums, über die Entwicklung der Stadt zu folgen. Erinnerungen wurden wach, als auf der Leinwand im Klassenraum viele Fotos aus vergangenen Zeiten zu bestaunen waren. 

Von der Entstehung des Ortes über die Verleihung der Stadtrechte und die Blütezeit durch die Zuckerfabrik bis hin zur Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war der Vortrag untermalt mit zahlreichen, fundierten Anmerkungen des Sachkundigen. Häufiger waren begeisterte Rufe aus dem Publikum zu hören, weil Menschen auf den Bildern erkannt wurden. Auch so manche eigene Bilder im Kopf der Zuhörer wurden wieder lebendig. „Da haben wir gewohnt“ war ebenso zu hören, wie Geschichten um den Wasserturm, die Baumreihen um die Kirche herum, das beliebte Vogelschießen, das Hebbeldenkmal und den Trubel am Bahnhof. 

Es zeigte sich wieder einmal, wie wertvoll und wichtig es mit zunehmendem Alter ist, sich schöne Erinnerungen zu bewahren. Es sind die wundervollen Gute-Nacht-Geschichten im Gedächtnis der Senioren. Eggert Wilkens trug zum Abschluss ein Gedicht über Wesselburen vor. Es war eine Veranstaltung, die nach Wiederholung ruft. Rüdiger Möller kündigte an, dass er noch einmal eine solche Präsentation mit weiteren Fotos vorbereiten wolle. 

Auf die überaus erfolgreiche Entwicklung des Nachbarschaftshilfevereins im Amt Büsum-Wesselburen wies Vorsitzender Heinz Wilhelm Jungkuhn hin. Innerhalb von knapp acht Monaten sei der Verein auf nahezu 180 Mitglieder angewachsen. Zum Weihnachtsfest werde das 200. Mitglied erwartet. Bevor die Besucher den Raum verließen, wünschte Bürgermeister Heinz Werner Bruhs ein gesegnetes Weihnachtsfest und verteilte mit blinkender Weihnachtsmannmütze an jeden Gast einen Weihnachtsmann aus Schokolade.