Nachbarn

Viel Frohsinn erzeugt

Von Ulrich Seehausen 

Heide - Es kann im Altenheim auf Dauer ziemlich öde werden, vor allem in der Coronazeit, wenn die Familie nicht oder seit Kurzem nur sehr eingeschränkt vorbeikommen darf. Doch Musik hilft den Bewohnern des Domicils, über die Belastungen hinwegzukommen.

Man kann die Szene fast idyllisch nennen: Die Nachmittagssonne erhellt das satte Grün im Innenhof, rundherum ist es still, nur der Glockenschlag der nahen St.-Jürgen-Kirche erinnert daran, dass die Zeit vergeht. Im Garten des Senioren- und Pflegeheims stehen Gitarrist Sönke Behrmann, Sänger Dietmar Deisner und Heinz Steffens mit seinem Akkordeon und spielen „Die kleine Kneipe in unserer Straße“. Der einstige Ohrwurm von Peter Alexander ist nicht das einzige Stück, mit dem die Gruppe De Büttpedders die Menschen erfreut. Dass das kleine Konzert unter Pandemiebedingungen stattfindet, ist nur am Sicherheitsabstand ablesbar, mit dem sich die Musiker positioniert haben - und daran, dass ihre Zuhörer, rund 15 Bewohner des Heims, in gebührender Distanz und mit Gesichtsschutz auf dem Rasen lauschen. „Wir möchten den Bewohnern in dieser schwierigen Zeit Freude schenken und ihnen das Lächeln ins Gesicht zaubern“, sagt Sönke Behrmann später. Die Musiker erzeugen mit ihrer beschwingten Art tatsächlich viel Frohsinn, und auch einige Menschen oben an den Fenstern sind begeistert.