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Wolmersdorfer holen Goldene Boßel

Von Manfred Runge

Wolmersdorf – Traditionell findet am ersten Wochenende im Februar der Vergleich im Boßeln der größten und stärksten Untergruppen des Mielebundes statt. Nindorf forderte das 300-Seelen-Dorf Wolmersdorf mit einer Mannschaft von 40 Boßlern plus Feuerwehrhauptmann und Bürgermeister heraus. Eine Mannzahl an Werfern, die in Schleswig-Holstein ihres gleichen sucht. 

Mehr als zweihundert Boßelbegeisterte zogen bei bedecktem, aber trockenem Wetter über die vom Regen der letzten Wochen aufgeweichten Böden durch die Feldmark zwischen Wolmersdorf in Richtung Farnewinkel. Die Stimmung der beiden Mannschaften war optimistisch, aber angespannt. Galt es doch für die Wolmersdorfer nach den Siegen 2018 und 2019 nun darum, den dritten in Folge und damit die Goldene Boßel zu holen. Obmann Thies Hinrichs und seine Mannen nahmen die Herausforderung an und stellten eine schlagkräftige Mannschaft mit vielen jungen Werfern auf. 

Nachdem die Bürgermeister und Brandmeister ihre Würfe unter Jubel der jeweiligen Fans absolviert hatten, folgten die Anwerfer Thure Hinrichs für Nindorf und Mats Claußen für Wolmersdorf mit großartigen Würfen. Nach weiteren starken Leistungen auf beiden Seiten lag Nindorf bis zur Nummer 5 mit wenigen Metern vorne. Die Führung sollte allerdings nicht lange anhalten, Meter um Meter setzten sich die Wolmersdorfer ab. Folgerichtig konnten die hoch konzentrierten Boßler der kleinen Gemeinde das erste Schott mit der Nummer 16 bejubeln. Diese Führung gab noch mehr Sicherheit, es folgten weite und gerade Würfe. Das zweite Schott wurde mit der Nummer 28 geholt. Wolmersdorf lief zur Höchstform auf, ein drittes und sogar viertes Schott waren die Folge. 

Alle Versuche der Nindorfer den Rückstand um wenigstens ein Schott zu verringern blieben erfolglos. Somit gewann   „Schwatt rut“ Wolmersdorf überlegen mit vier Schott und 38 Metern verdient und  bekommen jetzt die Goldene Boßel von Nindorf überreicht. 

Auch wenn auch die vielen Zuschauer den Werfern um Nindorfs Obmann Stefan Reimers eine gute Leistung bestätigten; an diesem Tag waren die Wolmersdorfer Boßler, die durch großartige Würfe glänzten, einfach nicht zu schlagen. Ein Feldkampf auf höchstem Niveau.  Der Vergleich beider Dörfer war große Werbung für den Boßelsport und steigert die Vorfreude auf die  Europameisterschaft im Mai 2020 in Dithmarschen.