- Wort zum Sonntag -

Dienst zum Frieden

Ich wünsche mir Frieden. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg haben die Menschen zu viel gelitten. Das soll nicht mehr passieren. Nirgendwo. Die Zwölfjährigen sind sehr nachdenklich. Familiengeschichten werden ausgetauscht.

Kriegserlebnisse, Flucht. Frieden fängt bei uns an, sagt Marie. Sie erzählt vom Streit in der Schule. Dass es auch mal Spaß machen kann, den anderen zu provozieren. Und wie schnell ein Spaß in Ernst umschlägt mit blutigen Nasen. Wie schwierig es ist einzugreifen, um zu schlichten. Bei uns an der Schule gibt es Streitschlichter, erzählt Nils. Jonas daraufhin: Solche Streitschlichter müsste es auch bei denen geben, die jetzt im Krieg sind. Oder am besten noch vorher, meint Anne.

Sie diskutieren, wer solch ein Streitschlichter zwischen Völkern sein könnte. Eigentlich, sagt Paul, gibt es nur Einen, das ist Gott. In der Bibel heißt es: Gott wird unter großen Völkern richten und viele Menschen zurechtweisen. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk gegen das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Die Jugendlichen beschließen am Sonntag bei der Kranzniederlegung dabei sein. Für sie ist es ein Dienst zum Frieden.

Pastorin Ina Brinkmann, Büsum

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