Test neuer Geräte

Heide Offener Kanal Westküste Freitag, 4. November 2022



Immer mehr Menschen entwickeln und produzieren kreative, neuartige Produkte selbst und nutzen dabei unter anderem digitale Werkzeuge wie 3D-Drucker, Vinyl Cutter, VR- Brillen, Tablets und Apps. Weil es darum geht, dass etwas „gemacht“ - englisch „to make“ -, also etwas konkretes oder digitales Neues entwickelt und produziert wird, wird diese Entwicklung auch als Maker-Bewegung bezeichnet

"Making ist aufregend und spannend. Solche Aktivitäten faszinieren Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren gleichermaßen," weiß Andreas Guballa, Leiter des Offenen Kanals Westküste, der im Rahmen der Medienkompetenz-Vermittlung seit einigen Jahren einen digitalen Erlebnisraum - neudeutsch: Makerspace - für alle Altersgruppen in seinen Räumen anbietet. "Technisches Verständnis, kreatives Problemlösen, soziales Miteinander und handwerkliches Geschick werden dabei ganz nebenbei trainiert. Außerdem soll die Begeisterung für Technik und Naturwissenschaften sowie das Interesse an MINT-Berufen geweckt werden", so Guballa.

Durch eine finanzielle Förderung durch das Regionalbudget der Aktiv-Region Dithmarschen konnten in diesem Jahr neue Geräte angeschafft werden, die während viertägiger MINT-Forscherferien von sieben Jugendlichen im Alter von neun bis 17 Jahren auf Herz und Nieren getestet wurden. Jeder Tag hatte einen anderen Fokus. Am ersten Tag erhielten die Kinder unter anderem mit dem Programm scratch spielerisch eine Einführung in die Welt der Elektronik und des Programmierens. Mittwoch wurden verschiedene Podcast-Beiträge im Radiostudio produziert. Außerdem gab es Einblicke in die Welt des 3D-Drucks. Mit der 3D-Software Tinker-CAD erstellten die Kinder eigene kleine Objekte, die gedruckt wurden. Zudem wurde ein Schokoladendrucker ausprobiert. Am Tag darauf wurden Designs mit verschiedenen Programmen oder per Hand gezeichnet, erstellt und dann mit dem Plotter oder Lasergravierer auf Schlüsselanhänger, Stoffbeutel und Federtaschen gebracht.

„Grundlegend ist der selbstlernende Ansatz“, sagte Medienpädagogin Sabine von Rekowski, die das Projekt anleitete. „Im Makerspace gibt es keine fertigen Lösungen für Probleme, sondern Möglichkeiten und Hilfen zum eigenständigen Lernen, Erfahrungen sammeln, Forschen, Austauschen und insbesondere der Gewinnung von Medienkompetenz, Medienbildung und Mediennutzung.“ Vor allem aber soll es Spaß machen. Und davon hatten die Teilnehmenden jede Menge.

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