Ankerplatz 1995 neu gestaltet

Büsum Friedrich-Wilhelm Trottmann Dienstag, 25. Januar 2022



Der Dreiecksplatz und einstige Hafenumschlagsplatz wurde im Zuge der Neugestaltung im Juni 1995 im Rahmen einer Feier in Ankerplatz umbenannt. Eine Jubiläumsfeier zum 25. Jahrestag war nicht möglich. Erst war der Platz wegen Bauarbeiten an einem Großobjekt gesperrt, dann kam Corona dazwischen.

Auch die Feier 100 Jahre Hafenlastenkran fiel aus. Der Ankerplatz ist ein Anziehungspunkt für Touristen und Tagesbesucher. Dort gehören Schiffe und die zahlreichen Exponate des Museumshafenvereins wie das Molenfeuer, die Schott'schen Karren oder die Oldtimerschiffe zur Kulisse, außerdem der Hafenlastenkran, die Persil-Uhr oder die Ruhebänke unter dem Flaggenmast. Rund um die Wasserkante sind im Gehbereich Messingplatten eingelassen. Oft werden die Mitglieder des Museumshafenvereins nach dem Sinn dieser Krabbenplatten gefragt.

Kurt Winter, Chronist und Autor, schrieb in seinem "Streifzug durch die Geschichte des Büsumer Hafens" auch über den Platz: "Nach dem Gezerre um den Namen des Dreiecksplatzes konnte man sich nun in der Gemeinde nicht über die Gestaltung des Platzes – glatte oder rustikale Oberflächenstruktur – einig werden. Zumindest die Büsumer Krabbenplatte, ein glatter Betonstein mit einem aus Messing gegossenen und ganzflächig auf den Stein montierten Namensschild, das über dem Schriftzug des Käufers ein Krabbenlogo trug, verkaufte sich ganz gut. Diese Platte konnte man für 500 DM kaufen und sollte bei der bevorstehenden Umgestaltung des Ankerplatzes im Dreieck am Anleger der Ausflugsschiffe eingesetzt werden."

Ende Juni 1995 hieß es in der Dithmarscher Landeszeitung: „Bei Jazz und Krabben wurde der Ankerplatz endlich eingeweiht. Die Büsumer weihten am Wochenende 'ihren' neuen Ankerplatz an der Hafenstraße ein. Die Begrüßung und Eröffnung des Festes nahm der stellvertretende Bürgermeister Timm Hollmann vor. Nachdem die Flensburger Truppe Jazz-Tett die gute Laune der trotz des schlechten und regnerischen Wetters erschienenen Besucher weiter gesteigert hatten, schritt Bürgermeister Volker Johann zur offiziellen Einweihung. Ein langer Weg sei es gewesen bis aus dem einstigen Hafenumschlagsplatz eine Stätte der Begegnung für Einheimische und Gäste geworden sei. Nach langwieriger Planung und Anlaufphase in den Jahren 1989 bis 1994 hatte die Gemeindevertretung Büsums 1994 endlich den Beschluss gefasst, das 400.000 DM-Projekt aus Eigenmitteln der Gemeinde zu finanzieren."

Die Idee mit den Krabbenplatten kopierte man übrigens von den Sprottenplatten, die in der Kieler Holstenstraße zuhauf zu finden sind. Nach Fertigstellung der Pflasterung des Gehweges mit etwa 50 Steinen wurde die Idee nicht mehr weiterverfolgt. Im Zusammenhang mit der Verschönerung des Ankerplatzes wurde vom damaligen Bürgermeister Volker Johann zusammen mit Timm Hollmann die Persil-Uhr in einem Wettbewerb aufgrund des 90-jährigen Jubiläums der Marke Persil 1998 nach Büsum geholt.

Friedrich-Wilhelm Trottmann  995

Wohne in Büsum und schreibe gerne über alles, was in Büsum geschieht. Werde scherzhaft Rasender Reporter wegen meiner vielen Fotos genannt.

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