Ende eines Traums

Flensburg Friedrich-Wilhelm Trottmann Mittwoch, 6. April 2022



Im Juli 2006 wurde der Förderkreis Kulturdenkmal Expeditionsschiff Feuerland gegründet. Die Eintragung der Feuerland in das Denkmalbuch für Kulturdenkmale aus geschichtlicher Zeit erfolgte im Dezember 2006. Damit stand die Feuerland unter Denkmalschutz.

Der Förderkreis beschloss nun vor Kurzem die Auflösung des Vereins. Eine Wiederherstellung des historisch bedeutsamen Schiffes war nicht möglich. Vorstandsmitglied Sigmar Schwabe berichtete schon im Oktober auf der Jahresversammlung des Museumshafenvereins, dass auf einer Versammlung des Förderkreises in Flensburg das Expeditionsschiff praktisch beerdigt worden sei. Das 1927 in Büsum gebaute Expeditionsschiff von Gunther Plüschow war 2006 nach Büsum zurückgekehrt und über Hamburg in Flensburg gelandet. Es sollte nach Sanierung im Museumshafen seine Heimat finden. Der Kostenrahmen ließ jetzt jedoch nur einen Schlussstrich zu.

Einige Teile des Schiffes, wie Bullaugen und Steuerrad, sollen als Erinnerungsstücke erhalten bleiben. Dabei wurde an mehrere Museen gedacht, wie das Museum am Meer oder auch Museen in Argentinien und Chile, wo das Schiff lange Zeit im Einsatz war. Die Namen Gunther Plüschow und Paul Christiansen sind in Südamerika noch sehr präsent. Jens Fiedler, Vorsitzender des Förderkreises, Sigmar Schwabe und alle Mitglieder bedauern das Ende des Schiffes. In Büsum ist der Traum, die Feuerland in den Museumshafen zu holen, zerplatzt. Informationen finden Interessierte auf www.expeditionsschiff-feuerland.de.

Friedrich-Wilhelm Trottmann  3164

Wohne in Büsum und schreibe gerne über alles, was in Büsum geschieht. Werde scherzhaft Rasender Reporter wegen meiner vielen Fotos genannt.

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