Musik für den guten Zweck

Albersdorf Redaktion Dienstag, 10. Mai 2022



Lieder von Adele und Ed Sheeran standen genauso auf dem Programm wie eine Nocturne von Chopin, der John-Lennon-Klassiker „Imagine“ sowie das von allen Musikern und Gästen gemeinsam gesungene „Die Gedanken sind frei“: Die weit mehr als 100 Gäste in der Albersdorfer Kirche erlebten einen abwechslungsreichen musikalischen Abend. Dazu eingeladen hatten der Kulturverein Albersdorf und die Pianistin Irina Kan-Junge, in deren Händen die Auswahl der Lieder und Interpreten lag.

Es war ein Benefizkonzert, dessen Erlös für die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern der Meldorfer Astrid-Lindgren-Schule (ALS) an den „Special Olympics“ gedacht war. Diese weltweit größte Sportbewegung für Menschen mit geistiger Behinderung und Mehrfachbehinderung trägt die nationalen Titelkämpfe vom 19. bis 24. Juni in Berlin aus. Die „Special Olympics“ sind vom Internationalen Olympischen Komitee offiziell anerkannt und dürfen als einzige Organisation den Ausdruck „Olympics“ weltweit nutzen. Der Eigenanteil der Schülerinnen und Schüler soll den Betrag von jeweils 225 Euro nicht überschreiten. Daher lässt sich die Teilnahme nach Angaben der ALS nur mit zusätzlichen Spenden finanzieren.

Joachim Wind dankte zu Beginn des Konzertes allen Besuchern. „Schön, dass Sie alle da sind“, sagte der Schulleiter der Astrid-Lindgren-Schule. Die Einnahmen aus dem Konzert trügen dazu bei, dass die Schüler das „Fest der Begegnung“ in Berlin besuchen könnten. „Wir freuen uns schon sehr auf diesen Konzertabend“, sagte Sönke Harders. Der Vorsitzende des Kulturvereins Albersdorf dankte Irina Kann-Junge sowie der Kirchengemeinde, die die St. Remigius-Kirche zur Verfügung gestellt hatte.

Der Konzertabend begann mit Percussion der Band „Die Nordstimmen“ und wurde von Irina Kan-Junge am Klavier sowie anschließend als Klavierbegleitern von Sängerin Marina Vogeler fortgesetzt. Die weiteren Musikerinnen und Musiker waren – in der Reihenfolge ihres Auftritts: Fritz Hassepaß, Luca Bläßer, Frida Hassepaß, Lena Witt, Ella Vvedenska, Sinja Brandt, Julius Asmussen, Michael Tamm und Marek Thorun. Zwischendurch las Heidi Bols-Blum teils nachdenkliche, teils amüsante Texte – auch auf Plattdeutsch – vor und schlug dabei einen inhaltlichen Bogen zu der in der Ukraine bedrohten Freiheit. Zuvor hatte die aus der Ukraine stammende Sängerin Ella Vvedenska gesagt: „Die Musik hilft uns, stark zu sein und unterstützt uns in schwierigen Zeiten.“ Dazu passte das von ihr interpretierte, weltberühmte Gloria-Gaynor-Stück „I will survive“. Auf Deutsch: In werde überleben. Das dürfte Ella Vvedenska im Namen der gesamten Ukraine gesungen haben.

Zum Schluss des Abends freute sich Sönke Harders über drei neue Mitglieder im Kulturverein Albersdorf sowie den stattlichen Erlös. Durch die zahlreichen Besucher war es möglich, der Astrid-Lindgren-Schule 1000 Euro für die Fahrt zu den „Special Olympics“ nach Berlin zu überweisen.