Zweimal 2500 Euro gespendet

Heide Lars Lohmann Freitag, 28. Januar 2022



Zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus war es in den vergangenen knapp zwei Jahren immer wieder notwendig, Kontakte zu anderen Mitmenschen zu reduzieren. Die Folgen waren Home-Schooling, Home-Office, keine Vereinsaktivitäten, keine Freunde treffen und so weiter.

Familien waren - teilweise mit verbundenen Existenzängsten - auf sich gestellt. Die Zahl der gewaltsamen Übergriffe in den eigenen Wänden auf Kinder und Frauen nahmen in dieser Zeit zu. Zwei Institutionen, die in diesen Fällen im Kreis Dithmarschen schnelle und dringend notwendige Unterstützung leisten, sind das Frauenhaus Dithmarschen und das Kinderschutz-Zentrum Westküste. „Mit unserer Spende in Höhe von jeweils 2500 Euro würdigen wir diesen wichtigsten Beitrag dieser Institutionen gerade in den letzten besonderen Monaten“, sagten Filialdirektorin Kristin Nissen und ihr Stellvertreter Torge Skambraks von der Sparkasse Westholstein, die jeweils die Spenden übergaben.

Das Angebot des Frauenhauses richtet sich an Frauen und Kinder, die von körperlicher, seelischer oder sexualisierter Gewalt bedroht oder betroffen sind. Die Frauenhaus-Mitarbeiter unterstützen die Frauen auf dem Weg in ein neues, gewaltfreies Leben. „Mit der Spende können wir den Spielbereich für die Kinder umgestalten und neue Spielgeräte anschaffen. Darüber hinaus bleibt auch noch etwas für kleine Geburtstagsgeschenke und Wünsche übrig. Dies schafft wichtige positive Alltagserlebnisse“, sagte Femke Dell-Missier vom Frauenhaus Dithmarschen erfreut.

Das Kinderschutz-Zentrum Westküste versorgt Kinder und Jugendliche sowie dazugehörende Erwachsene wie Eltern, Pflegeeltern und andere Betreuungspersonen, wenn es um den Verdacht oder die Gewissheit geht, dass ein Kind Gewalt oder sexuelle Übergriffe erlebt hat. „Ein ganz besonderes Augenmerk haben wir aktuell auf die Kinder, die massive Streitereien und/oder körperliche Gewalt zwischen den Eltern erleben beziehungsweise erlebt haben. Dank der Sparkassen-Spende können wir Therapiematerial anschaffen und Infomaterialien für Kinder und Jugendliche in Form von Bilderbüchern oder Comics entwickeln sowie besondere Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte anbieten“, beschrieb Hilde Schneider vom Kinderschutz-Zentrum Westküste den Umfang ihrer Aktivitäten.