Diskussionsbedarf ist groß

Büsum Friedrich-Wilhelm Trottmann Dienstag, 16. November 2021



Vorsitzender Karl-Heinz Papenfuß lud zu einer Sitzung des Seniorenbeirats ins Watt‘n Hus ein. Obwohl die Tagesordnung kurz war, gab es Diskussionsbedarf unter den zahlreichen Besuchern, unter anderem zur Suche nach einem Bürgertreff mit Tagungsort für den Seniorenbeirat.
Ein Schreiben an den Gemeinderat wurde vorgestellt und diskutiert. Der Seniorenbeirat tagte 2017 noch im DRK-Heim, das zu klein wurde. Das Sportcasino und Gemeinschaftsräume der katholischen und neuapostolischen Kirche waren Übergangslösungen, bis man in der Johannsenallee ideale Zustände vorfand, die jedoch von vornherein zeitlich begrenzt waren. Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje begab sich auf intensive Suche nach einer neuen Bleibe, fand jedoch keine Lösung. Papenfuß besuchte Bürgertreffs und fand in Bayern ein Haus der Vereine. Er verfasste viele Bittschreiben und trug auch sein Anliegen vor. Das Angebot von nur 18 Stunden wöchentlich im Ärztehaus entsprach nicht den Vorstellungen. Ein Schweigemarsch fand danach reges Interesse.
Papenfuß will das Anliegen Bürgertreff nun nochmals auf einer Gemeinderatssitzung vorbringen. 430 Stimmen für die Vorbereitung eines Bürgerbegehrens und gegebenenfalls eines Bürgerentscheids seien schon abgegeben. Bis zum Jahresende werde die notwendige Anzahl wohl erreicht sein. Zum nächsten Jahr will Papenfuß seine auch schon kritisierte Tätigkeit in Bezug Bürgertreff einstellen und sie dem Trio Andreas Redmann, Werner Stuckmann und Werner Lucas übergeben.
Der Fahrbereitschaftsdienst werde im Nachbarschaftshilfeverein thematisiert. Neben dem Kleinbus Mobi Dick stehe dem Verein mit seinen gut 410 Mitgliedern mit sechs Fahrern mit einem Caddy ein weiteres Fahrzeug zur Verfügung, um die Wünsche der vielen Hilfsbedürftigen zu erfüllen. Weitere Fahrer und Werbepartner für die Unterhaltungskosten des kleineren Fahrzeugs werden noch gesucht.
Für einen am 5. Februar geplanten Gesundheitstag vom Seniorenparlament Amt Büsum-Wesselburen wurde eine Arbeitsgemeinschaft gegründet. Werner Stuckmann stellte die Planung vor. 300 Personen können teilnehmen. Man freue sich, dass beispielsweise Franz Müntefering, ehemalige Vizekanzler und Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen, Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg, Landrat Stefan Mohrdieck, Hans-Werner Heise von der Polizei Itzehoe, Kabarettist und Humorist Dr. von Hase und Klinik-Clownin Daniela Friedrich zugesagt haben. Geplant sind sechs einstündige Workshops am Nachmittag mit folgenden Themen: Der Einsamkeit vorbeugen – welche Unterstützung bietet der Verein Nachbarschaftshilfe; Die Angebote des Gesundheitszentrums; Ernährung und Bewegung; Altern: Lebens-aufgabe oder Lebensaufgabe; Individuelle Pflegeberatung.
Zudem soll es Infostände geben, zu Gesundheit, Pflege, den Workshops und einen Büchertisch von Boyens Medien. Im Rahmen des Gesundheitstages besteht die Möglichkeit einer individuellen Pflegeberatung. Während der Veranstaltung soll Clownin Fräulein Kunigunde für Abwechslung sorgen. Eine Sprechstunde mit Dr. von Hase „Witziges zum Corona-Allerlei“ vor den Schlussworten verspreche Heiterkeit. Für das leibliche Wohl werde gesorgt. Für den Moderator des Gesundheitstages, Werner Stuckmann, und die etwas reifere Jugend gelte das Motto: a wie alt, l wie lebensfroh und t wie tatkräftig.