Bürgermeister informiert Wanderer

Heide Redaktion Dienstag, 23. November 2021



Der Bürgerverein wanderte in Tensbüttel-Röst und wurde von Bürgermeister Thomas Schulz herzlich im Feuerwehrgerätehaus empfangen. Dort erfuhren die Wanderer etwas über die Gemeinde, die bereits 1329 erstmals urkundlich erwähnt wurde.

Bis 1974 waren es zwei eigenständige Ortschaften. Der Zusammenschluss zu Tensbüttel-Röst erfolgte im Rahmen einer Gebietsreform. 670 Einwohner hat die Gemeinde, 14 Landwirte, den Sportverein TSV, eine Damen-Gymnastikgruppe, einen Fußballverein, eine Bürgerstiftung und die Feuerwehr mit gerade erst fertiggestelltem Gerätehaus - ein so schönes Gebäude in der doch kleinen Gemeinde. Die Gemeindevertretung besteht aus neun Mitgliedern, zwei Frauen und sieben Männern, die alle der kommunalen Wählergemeinschaft angehören. Zwei Biogasanlagen gibt es, das Wohnheim des Herbert-Feuchte-Stiftungsverbunds im Ortsteil Tensbüttel und das Wohnheim der IUVO - Eingliederung und Suchthilfe -, fünf Windkraftanlagen auf dem Gemeindegebiet, und westlich von Röst befindet sich der Harkestein, ein Findling, den das Eis nach Röst trug und der ab etwa 2500 vor Christus als Opferstätte genutzt wurde. Später wurde er als Opferaltar der Toten- und Erntegöttin Harke gewidmet.

Das Wappen der Gemeinde zeigt eine ehemalige Zwingburg aus dem Ortsteil Tensbüttel, die Marienburg, und im unteren Teil den sagenumwobenen Harkestein. In Röst wurde auch eine von zwei Moorleichen Dithmarschens gefunden, ein zweieinhalbjähriges Mädchen, das nicht vorsätzlich getötet, sondern in einem Torfstich bestattet wurde. Thomas Schulz und Familie wohnen seit 13 Jahren in Tensbüttel-Röst. Er ist Polizeibeamter in Heide und seit der Kommunalwahl Bürgermeister. Er verstand es, bildhaft zu unterhalten. Die wissbegierigen Heider konnten sich schwer verabschieden. Es war ein unglaublich gelungener Nachmittag. Der Bürgerverein bedankte sich herzlich auch bei Frau Schulz, die es im Vorwege verstand, das Anliegen des Vereins umzusetzen, die Gemeinde zu besuchen.