Alle Vorstandsposten besetzt

Büsum Friedrich-Wilhelm Trottmann Montag, 29. November 2021



Die Jahresversammlung des CDU-Bezirksverbandes fiel im vergangenen Jahr coronabedingt aus. Nun lud Vorsitzender Matthias Kruse die Mitglieder unter 2G-Regeln ins Restaurant "Zur alten Post" ein. Kruse freute sich, auch Landtagsabgeordneten Volker Nielsen begrüßen zu können.

Nielsen übernahm die Position des Versammlungsvorsitzenden, Walter Pistorius war Protokollführer und Beisitzer neben den beiden Stimmzählern Gudrun Möller und Maren Hinz. Der Bericht des Ortsvorsitzenden Kruse streifte viele Aufgaben der Gemeindevertretung. Hinweisen musste er darauf, dass die Oldie-Party am 27. Dezember entfalle, der Neujahrsempfang der CDU am 23. Januar aber noch nicht abgesagt sei. Neue Mitglieder würden gesucht und eine Verjüngung Schritt für Schritt umgesetzt. Kruse übernahm auch den Bericht der erkrankten Fraktionsvorsitzenden Gabriele Landberg. Die Sitzung des Ausschusses für Ortsentwicklungsplanung und Umwelt im Raum Helmsand und drei Besichtigungen des in Sanierung befindlichen Schwimmbads waren  besondere Ereignisse. Das Schwimmbad Meerzeit solle einen Probelauf machen. Ab Januar solle der Brunnenplatz umgestaltet, Bürgersteige in einem ersten Bauabschnitt neu gestaltet und die Fortsetzung zur verlängerten Fußgängerzone erfolgen.

Ein eigener Antrag auf Erhalt der Kleinteiligkeit der Fußgängerzone Hohenzollernstraße fand keine Mehrheit. Gut 4900 Einwohner, 1400 Zweitwohnungsbesitzer, zwei Millionen Übernachtungen, 600.000 Tagesgäste, 4000 Arbeitnehmer in Vollzeit, 7000 in Teilzeit und 5000 tägliche Pendler zeigten, dass sich Büsum im Aufwind befinde. Bis zu 25.000 Personen täglich in Büsum seien Grund für ein neues Verkehrskonzept. Die Polizei sei in der Saison unterbesetzt. Um die gesamte Infrastruktur nicht übermäßig zu beanspruchen, lehnte die CDU das Großprojekt Büsumer Weiden ab. Die Verlegung des Wochenmarkts zum Parkplatz Möwenweg fand ebenso keine Mehrheit. Der Neubau am Neuen Weg schreite voran, die Baubrücke über den Museumshafen bleibe bis zum Bauende der großen Vorhaben. Die Einwohnerkarte werde nur alle drei Jahre erneuert. Die Nachfolge von Tourismuschef Olaf Raffel sei in der Endphase, die Bewerbungslage positiv.

Bei den anstehenden Wahlen blieb Matthias Kruse Vorsitzender, Gabriele Landberg und Dirk Johannsen Stellvertreter, Jan Holm Kassenführer, Andra Hansen Mitgliederbeauftragte und Walter Pistorius Schriftführer. Beisitzer wurden Frank Schimmer, Susanne Voß, Angelo Martens, Wiebke Hertel, Karsten Reisgies, Walter Pistorius und Dörte Wiedemann.
Nielsen berichtete von seiner Arbeit. Bei zu betreuenden 66 Gemeinden und vier Städten habe er im Wahlkreis einige Schwerpunktthemen, zum Beispiel in Büsum, Wesselburen und Brunsbüttel. Nielsen betonte, dass Büsum mit der Entscheidung für die Familienlagune eine extrem positive Entwicklung ausgelöst habe. Hotelbauten, neue Ferienwohnungen, das Watt`n Hus und nun das Schwimmbad Meerzeit seien positive Projekte. „Büsum ist in der Kieler Landespolitik endlich als Schwerpunktort für die schleswig-holsteinische Tourismuswirtschaft anerkannt." Ministerpräsident Daniel Günther setze sich für Fördermillionen persönlich ein und sei bekanntlich regelmäßiger Büsum-Urlauber.

„Mit Investitionen in das Polizeigebäude und Fahrzeugausstattung, hohe Unterhaltungsaufwendungen für den größten landeseigene Hafen Büsum sowie Bemühungen für eine Aquakulturansiedlung kann ich auch durch meine politische Arbeit einen Beitrag für eine positive Zukunft des Nordseeheilbads leisten. Bei der Unterstützung für Küstenfischerei ist in der Landespolitik noch Luft nach oben. Ich setze mich dafür ein, dass im Nationalpark Wattenmeer Platz für die Fischerei bleibt und keine weiteren Einschränkungen kommen“, sagte Nielsen.

Friedrich-Wilhelm Trottmann  408

Wohne in Büsum und schreibe gerne über alles, was in Büsum geschieht. Werde scherzhaft Rasender Reporter wegen meiner vielen Fotos genannt.

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